Frei­spruch – und das Revi­si­ons­ge­richt

Die Beweis­wür­di­gung ist Sache des Tat­ge­richts (§ 261 StPO). Spricht es einen Ange­klag­ten frei, weil es Zwei­fel nicht zu über­win­den ver­mag, ist dies durch das Revi­si­ons­ge­richt in der Regel hin­zu­neh­men.

Frei­spruch – und das Revi­si­ons­ge­richt

Ins­be­son­de­re ist es die­sem ver­wehrt, die Beweis­wür­di­gung des Tat­ge­richts durch sei­ne eige­ne Wür­di­gung zu erset­zen. Die revi­si­ons­ge­richt­li­che Prü­fung beschränkt sich dar­auf, ob dem Tat­ge­richt Rechts­feh­ler unter­lau­fen sind.

Das ist dann der Fall, wenn die Beweis­wür­di­gung Lücken auf­weist, wenn sie wider­sprüch­lich oder unklar ist, gegen Geset­ze der Logik oder gesi­cher­te Erfah­rungs­sät­ze ver­stößt oder wenn an die zur Ver­ur­tei­lung erfor­der­li­che Gewiss­heit über­spann­te Anfor­de­run­gen gestellt wer­den1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 18. Okto­ber 2017 – 2 StR 529/​16

  1. stRspr; vgl. BGH, Urteil vom 26.07.2017 – 2 StR 132/​17, Stra­Fo 2017, 372 f. m.w.N.