Gegen­vor­stel­lung gegen Revi­si­ons­ent­schei­dun­gen

Die Gegen­vor­stel­lung ist als Rechts­be­helf gegen Revi­si­ons­ent­schei­dun­gen gemäß § 349 Abs. 2 StPO nicht statt­haft, weil die­se grund­sätz­lich weder auf­ge­ho­ben noch abge­än­dert oder ergänzt wer­den kön­nen 1.

Gegen­vor­stel­lung gegen Revi­si­ons­ent­schei­dun­gen

Die Gegen­vor­stel­lung erweist sich jedoch als Anhö­rungs­rü­ge nach § 356a StPO. Der Vor­trag des Ver­ur­teil­ten zur Begrün­dung die­ser Anhö­rungs­rü­ge darf sich jedoch nicht letzt­lich in einer Wie­der­ho­lung und Ver­tie­fung des Revi­si­ons­vor­brin­gens erschöp­fen. Die Anhö­rungs­rü­ge dient nicht dazu, das Revi­si­ons­ge­richt zu ver­an­las­sen, das Revi­si­ons­vor­brin­gen noch­mals zu über­prü­fen 2.

Im vor­lie­gen­den Fall ent­hiel­ten die (neu­er­li­chen) Aus­füh­run­gen des Ange­klag­ten im Kern den Vor­wurf, der Bun­des­ge­richts­hof habe in der Sache feh­ler­haft ent­schie­den. Mit die­sem Vor­brin­gen kann er aber im Rah­men des § 356a StPO nicht gehört wer­den 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Mai 2017 – 1 StR 627/​16

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüs­se vom 30.04.2014 – 2 StR 391/​13; und vom 25.06.2013 – 1 StR 137/​13[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 19.11.2014 – 1 StR 114/​14 mwN[]
  3. vgl. BGH, Beschluss aaO[]