Miss­hand­lung behin­der­ter Schutz­be­foh­le­ner

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs folgt aus dem Wort­zu­sam­men­hang ("geis­ti­ge Erkran­kung oder Behin­de­rung") und der Rege­lung kör­per­li­cher Behin­de­run­gen in ande­ren Merk­ma­len des Fol­gen­ka­ta­logs, dass unter § 226 Abs. 1 Nr. 3 StGB nur eine geis­ti­ge Behin­de­rung fällt 1.

Miss­hand­lung behin­der­ter Schutz­be­foh­le­ner

Als sol­che ist eine nicht nur uner­heb­li­che und nicht nur vor­über­ge­hen­de Stö­rung der Gehirn­tä­tig­keit anzu­se­hen, die nicht bereits als geis­ti­ge Krank­heit zu qua­li­fi­zie­ren ist 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 31. August 2016 – 4 StR 340/​16

  1. BGH, Beschluss vom 16.12 2008 – 3 StR 453/​08, BGHR StGB § 226 Abs. 1 Behin­de­rung 1[]
  2. BGH aaO; vgl. Stree in Schönke/​Schröder, StGB, 29. Aufl., § 226 Rn. 7; SSW-StG­B/­Mom­sen/­Mom­sen-Pflanz, 3. Aufl., § 226 Rn. 22[]