Geld­fäl­schung – und die Gewerbs­mä­ßig­keit

Wie der Bun­des­ge­richts­hof für die Tat­hand­lungs­va­ri­an­te des "Sich-Ver­schaf­fens" des § 146 StGB bereits ent­schie­den hat, liegt gewerbs­mä­ßi­ges Han­deln dann vor, wenn der Täter beab­sich­tigt, sich die erstreb­te Ein­nah­me­quel­le gera­de durch das wie­der­hol­te "Sich-Ver­schaf­fen" von Falsch­geld in der Absicht zu erschlie­ßen, die­ses als echt in den Ver­kehr zu brin­gen 1. Für das in der ent­spre­chen­den Absicht erfolg­te Her­stel­len von Falsch­geld gilt nichts ande­res.

Geld­fäl­schung – und die Gewerbs­mä­ßig­keit

Dar­auf, ob die tat­säch­lich mit Falsch­geld bewirk­ten Zah­lun­gen (Inver­kehr­brin­gen) ansons­ten unter­blie­ben oder statt­des­sen mit gül­ti­gen Zah­lungs­mit­teln bewirkt wor­den wären, kommt es nicht an.

Bei der Gewerbs­mä­ßig­keit in § 146 Abs. 2 StGB han­delt es sich um ein Qua­li­fi­ka­ti­ons­merk­mal, das im Schuld­spruch zum Aus­druck kom­men muss.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Mai 2018 – 1 StR 151/​18

  1. sie­he nur BGH, Beschluss vom 02.02.2011 – 2 StR 511/​10, NJW 2011, 1686 f. mwN[]