Geld­stra­fe neben der Frei­heits­stra­fe

Die Ver­hän­gung einer Geld­stra­fe neben einer Frei­heits­stra­fe nach § 41 StGB setzt vor­aus, dass sich der Ange­klag­te "durch die Tat berei­chert oder zu berei­chern ver­sucht" hat 1.

Geld­stra­fe neben der Frei­heits­stra­fe

Hier­zu sind Fest­stel­lun­gen zu tref­fen. Außer­dem ist Vor­aus­set­zung, dass die Ver­hän­gung der Geld­stra­fe "unter Berück­sich­ti­gung der per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se des Täters ange­bracht ist". Das Urteil muss erken­nen las­sen, dass auch die­se Vor­aus­set­zung erfüllt ist 2.

Zudem muss sich die Stra­fe in ihrer Gesamt­heit im Rah­men des Schuld­an­ge­mes­se­nen hal­ten. Das Ver­hält­nis zwi­schen den Sank­ti­ons­mit­teln Geld- und Frei­heits­stra­fe rich­tet sich dabei nach all­ge­mei­nen Straf­zu­mes­sungs­grund­sät­zen, wes­halb bei der Bemes­sung der Frei­heits­stra­fe die Ver­hän­gung einer zusätz­li­chen Geld­stra­fe als bestim­men­de Straf­zu­mes­sungs­tat­sa­che Berück­sich­ti­gung zu fin­den hat 3. Das Urteil hat sich daher auch zu den Aus­wir­kun­gen der Geld­stra­fen auf die Bemes­sung der Frei­heits­stra­fen zu ver­hal­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 25. Okto­ber 2017 – 1 StR 339/​16

  1. vgl. hier­zu BGH, Urteil vom 24.08.1983 – 3 StR 89/​83, BGHSt 32, 60, 66[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 21.03.1985 – 4 StR 53/​85, wis­tra 1985, 147, 148; Beschluss vom 07.12 2016 – 1 StR 358/​16, Stra­Fo 2017, 72, 73[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 21.03.1985 – 4 StR 53/​85, wis­tra 1985, 147 mwN[]