Geld­wä­sche – und die Ein­zie­hung

Nach § 261 Abs. 7 Satz 1 StGB kann der durch die Geld­wä­sche erlang­te Ver­mö­gens­ge­gen­stand (nur) als Tat­ob­jekt (§ 74 Abs. 4 StGB a.F.) ein­ge­zo­gen wer­den.

Geld­wä­sche – und die Ein­zie­hung

Tat­ob­jekt, das im Wege der Wert­er­satz­ein­zie­hung nach § 74c Abs. 1 StGB a.F. abge­schöpft wer­den kann, ist aus­schließ­lich der dem Kon­to durch den Ange­klag­ten zuge­führ­te Gesamt­be­trag. Denn nur die­ser stand ihm zur Zeit der Tat zu.

Die nach Ver­mi­schung mit "lega­len" Gel­dern gerin­ge­ren Umfangs aus­ge­zahl­ten (ins­ge­samt höhe­ren) Beträ­ge wur­den erst mit ihrem Ein­gang bei den Über­wei­sungs­emp­fän­gern zu "Tat­ob­jek­ten" der Geld­wä­sche, da sie erst in die­sem Augen­blick in Ver­kehr gebracht wur­den; zu die­sem Zeit­punkt stan­den sie jedoch nicht mehr dem Ange­klag­ten zu (§ 74c Abs. 1 StGB a.F.). Ihre Ein­zie­hung wäre daher ledig­lich unter den Vor­aus­set­zun­gen des § 74a StGB bei den Zah­lungs­emp­fän­gern mög­lich gewe­sen. Eine ersatz­wei­se Anord­nung des Wert­er­satz­ver­falls nach § 73a StGB ist nicht zuläs­sig1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. Novem­ber 2018 – 5 StR 234/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 17.03.2010 – 2 StR 67/​10, NStZ 2011, 100; vom 13.01.2010 – 2 StR 519/​09, NStZ-RR 2010, 141, 142; vom 14.12 2001 – 3 StR 442/​01, NStZ-RR 2002, 118; Köhler/​Burkhard, NStZ 2017, 665, 681 []