Gesamtfreiheitsstrafe – und die Tagessatzhöhe für die Einzelgeldstrafe

11. September 2017 | Strafrecht
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Der Festsetzung der Höhe des einzelnen Tagessatzes bedarf es aber dann, wenn die Einzelgeldstrafe gemäß § 53 Abs. 2 Satz 1 StGB in eine Gesamtfreiheitsstrafe einbezogen wird1.

Zwar kommt bei unterbliebener Festsetzung der Tagessatzhöhe regelmäßig eine Zurückverweisung der Sache zum Zwecke der Nachholung der Bestimmung der Tagessatzhöhe in Betracht2.

Allerdings kann das Revisionsgericht in entsprechender Anwendung von § 354 Abs. 1 StPO in geeigneten Fällen auch selbst die Festsetzung vornehmen3 und die Tagessatzhöhe auf das gesetzliche Mindestmaß festsetzen4

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 16. August 2017 – 2 StR 295/17

  1. st. Rspr.; siehe nur BGH, Beschluss vom 14.05.1981 – 4 StR 599/80, BGHSt 30, 93, 96; Urteil vom 28.10.1987 – 3 StR 381/87, BGHR StGB § 54 Abs. 3 Tagessatzhöhe 1
  2. BGH, Beschluss vom 14.05.1981 – 4 StR 599/80, BGHSt 30, 93, 97
  3. BGH aaO
  4. vgl. BGH, Beschluss vom 20.04.1988 – 3 StR 138/88, BGHR StGB § 54 Abs. 3 Tagessatzhöhe 2; BGH, Urteil vom 27.08.2010 – 2 StR 111/09, BGHSt 55, 266, 287; BGH, Beschluss vom 08.04.2014 – 1 StR 126/14, NStZ-RR 2014, 208, 209

 
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