Gesamt­frei­heits­stra­fe – und die Ein­be­zie­hung frü­he­rer Geld­stra­fen

Wer­den sämt­li­che Ein­zel­stra­fen aus einem frü­he­ren Urteil in eine neu gebil­de­te Gesamt­frei­heits­stra­fe ein­be­zo­gen, steht dem nicht ent­ge­gen, dass das ers­te Gericht für die von ihm ver­häng­ten Geld­stra­fen kei­ne Tages­satz­hö­he bestimmt hat­te.

Gesamt­frei­heits­stra­fe – und die Ein­be­zie­hung frü­he­rer Geld­stra­fen

Die feh­len­de Tages­satz­hö­he steht der Ein­be­zie­hung einer Geld­stra­fe in eine Gesamt­frei­heits­stra­fe nicht ent­ge­gen, weil maß­ge­bend für die Bil­dung einer Gesamt­frei­heits­stra­fe allein die Anzahl und nicht die Höhe der Tages­sät­ze ist (§ 54 Abs. 3 StGB) [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 7. April 2020 – 4 StR 13/​20

  1. vgl. OLG Karls­ru­he, Jus­tiz 1982, 374; LKStGB/​RissingvanSaan/​Scholze, 13. Aufl., § 55 Rn. 17; Schönke/​Schröder/​SternbergLieben/​Bosch, 30. Aufl., StGB § 55 Rn. 38[]