Gesamt­stra­fen­bil­dung – und die zwi­schen­zeit­lich erle­dig­te Voll­stre­ckung einer Geld­stra­fe

Die zwi­schen­zeit­lich erle­dig­te Voll­stre­ckung einer Geld­stra­fe im Wege der Ersatz­frei­heits­stra­fe führt nicht zu einem nach­träg­li­chen Ent­fal­len der Zäsur­wir­kung des zugrun­de lie­gen­den Straf­be­fehls.

Gesamt­stra­fen­bil­dung – und die zwi­schen­zeit­lich erle­dig­te Voll­stre­ckung einer Geld­stra­fe

Inso­weit ist in der neu­en Haupt­ver­hand­lung die Gesamt­stra­fen­bil­dung nach Maß­ga­be der Voll­stre­ckungs­si­tua­ti­on zum Zeit­punkt der frü­he­ren tatrich­ter­li­chen Ver­hand­lung vor­zu­neh­men.

Dem Ange­klag­ten darf inso­weit weder ein erlang­ter Rechts­vor­teil genom­men, noch darf er unge­recht­fer­tigt bevor­zugt wer­den 1.

Infol­ge­des­sen sind von dem neu­en Tat­ge­richt zwi­schen­zeit­lich erle­dig­te Stra­fen ein­zu­be­zie­hen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. Sep­tem­ber 2017 – 1 StR 350/​17

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 09.12 2009 – 5 StR 459/​09, NStZ-RR 2010, 106 und Beschluss vom 05.07.2011 – 3 StR 188/​11, NStZ-RR 2011, 306, jeweils mwN[]