Gewerbsmäßiger Wohnungseinbruchsdiebstahl

13. September 2017 | Strafrecht
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Der sich aus dem gewerbsmäßigen Handeln des Angeklagten ergebende Erschwerungsgrund des § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 StGB tritt hinter den Qualifikationstatbestand des § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB zurück1.

Die strafschärfende Berücksichtigung der gewerbsmäßigen Tatbegehung ist aus Rechtsgründen gleichwohl nicht zu beanstanden, weil das gesteigerte Unrecht eines Wohnungseinbruchdiebstahls in keinem inneren Zusammenhang mit dem ebenfalls gesteigerten Unrecht des gewerbsmäßigen Diebstahls steht2.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 13. Juni 2017 – 3 StR 494/16

  1. vgl. dazu BGH, Beschlüsse vom 03.04.1970 – 2 StR 419/69, NJW 1970, 1279, 1280, insoweit in BGHSt 23, 239 nicht veröffentlicht; vom 10.10.1984 – 2 StR 470/84, BGHSt 33, 50, 53; Urteil vom 11.03.2003 – 1 StR 507/02, NStZ-RR 2003, 186, 188
  2. vgl. dazu BGH, Urteil vom 11.03.2003 – 1 StR 507/02, NStZ-RR 2003, 186, 188 f.

 
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