Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln – und die ein­heit­li­che Tat

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist dann eine ein­heit­li­che Tat des Han­del­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln anzu­neh­men, wenn ein und der­sel­be Güter­um­satz Gegen­stand der straf­recht­li­chen Bewer­tung ist [1].

Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln – und die ein­heit­li­che Tat

Beschafft sich der Täter eine ein­heit­li­che Rausch­gift­men­ge zur gewinn­brin­gen­den Wei­ter­ver­äu­ße­rung, ver­wirk­licht er des­halb den Tat­be­stand des Han­del­trei­bens auch dann nur ein­mal, wenn er sie in meh­re­ren Teil­men­gen absetzt [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. März 2017 – 5 StR 38/​17

  1. vgl. etwa BGH, Beschlüs­se vom 07.01.1981 – 2 StR 618/​80, BGHSt 30, 28, 31; und vom 26.05.2000 – 3 StR 162/​00, BGHR BtMG § 29 Bewer­tungs­ein­heit 20 mwN[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 25.06.1998 – 1 StR 68/​98, NStZ-RR 1999, 250; vom 21.08.2008 – 4 StR 330/​08, NStZ-RR 2008, 385; vom 11.01.2012 – 5 StR 445/​11, NStZ-RR 2012, 121 f.; und vom 02.11.2016 – 3 StR 356/​16 mwN[]