Han­dy-Daten­Re­kon­struk­ti­on – und ihre Ein­füh­rung ins Ver­fah­ren

Liest ein Sach­ver­stän­di­ger mit Hil­fe eines Anwen­dungs­pro­gramms (gelösch­te) Daten aus einem Han­dy oder einer SIM-Kar­te aus die ansons­ten nicht zu ermit­teln gewe­sen wären, ver­stößt die Ver­le­sung allein des die Daten­ge­win­nung doku­men­tie­ren­den Extrak­ti­ons­be­richts und der ein­zel­nen auf­ge­fun­de­nen Daten nicht gegen den Unmit­tel­bar­keits­grund­satz (§ 250 StPO), auch wenn der Sach­ver­stän­di­ge selbst nicht ange­hört wor­den ist 1.

Han­dy-Daten­Re­kon­struk­ti­on – und ihre Ein­füh­rung ins Ver­fah­ren

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Juni 2016 – 2 StR 492/​15

  1. vgl. Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 59. Aufl., § 250 Rn. 10[]