Heh­le­rei – und das gewerbs­mä­ßi­ge Han­deln

Gewerbs­mä­ßig­keit im Sin­ne des § 260 Abs. 1 Nr. 1 StGB bedeu­tet, dass der Täter die Absicht ver­folgt, sich durch die wie­der­hol­te Tat­be­ge­hung eine fort­lau­fen­de Ein­nah­me­quel­le von eini­ger Dau­er und eini­gem Umfang zu ver­schaf­fen.

Heh­le­rei – und das gewerbs­mä­ßi­ge Han­deln

Die Wie­der­ho­lungs­ab­sicht des Täters muss sich dabei auf das­je­ni­ge Delikt bezie­hen, des­sen Tat­be­stand durch das Merk­mal der Gewerbs­mä­ßig­keit qua­li­fi­ziert ist [1].

Zwar kann bei ein­ma­li­gem Sicher­ver­schaf­fen meh­re­rer gestoh­le­ner Gegen­stän­de aus deren spä­te­rer suk­zes­si­ven Ver­äu­ße­rung im Ein­ver­neh­men mit dem Vor­tä­ter, die im Fal­le ein­ver­nehm­li­chen Han­delns mit dem Vor­tä­ter als Nach­tat mit­be­straft wäre [2], nicht ohne Wei­te­res auf Gewerbs­mä­ßig­keit geschlos­sen wer­den [3]. Nicht erfor­der­lich ist es jedoch, dass der Ange­klag­te den Betrieb eines "kri­mi­nel­len Gewer­bes" plant und sei­nen Lebens­un­ter­halt dau­er­haft ganz oder jeden­falls teil­wei­se hier­durch bestrei­ten will [4].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 9. März 2016 – 2 StR 450/​15

  1. st. Rspr, vgl. BGH, Beschluss vom 27.02.2014 – 1 StR 15/​14, NStZ 2014, 271; BGH, Beschluss vom 02.02.2011 – 2 StR 511/​10, NStZ 2011, 515, 516[]
  2. BGH, Beschluss vom 07.05.2014 – 1 StR 150/​14, NStZ 2014, 577; Urteil vom 03.06.1975 – 1 StR 228/​75, NJW 1975, 2109, 2110; Wal­ter, in LK-StGB, 12. Aufl., § 259 Rn. 51, 107[]
  3. vgl. BGH, aaO[]
  4. Fischer, StGB, 63. Aufl., Vor § 52 Rn. 61[]