Heim­tü­cke – und die von lan­ger Hand geplan­te Tat

Bei einer von lan­ger Hand geplan­ten und vor­be­rei­te­ten Tat kann das Heim­tü­cki­sche gera­de in den Vor­keh­run­gen lie­gen, die der Täter ergreift, um eine güns­ti­ge Gele­gen­heit zur Tötung zu schaf­fen, falls sie bei der Aus­füh­rung der Tat noch fort­wir­ken.

Heim­tü­cke – und die von lan­ger Hand geplan­te Tat

Das hat der Bun­des­ge­richts­hof für Fäl­le eines wohl durch­dach­ten Lockens in einen Hin­ter­halt und des raf­fi­nier­ten Stel­lens einer Fal­le ent­schie­den1.

Auch wenn der Täter – wie hier – sei­nem ahnungs­lo­sen Opfer in des­sen Woh­nung auf­lau­ert, um an die­ses her­an­zu­kom­men, ist nicht ent­schei­dend, ob und wann das Opfer die Gefahr erkennt2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 13. Sep­tem­ber 2018 – 5 StR 107/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 31.07.2018 – 5 StR 296/​18 mwN []
  2. vgl. BGH aaO; Urteil vom 12.02.2009 – 4 StR 529/​08, NStZ 2009, 264 []