Her­stel­lung von Amphet­amin

Bei der als Han­del­trei­ben zu bewer­ten­den Her­stel­lung von Betäu­bungs­mit­teln zum gewinn­brin­gen­den Wei­ter­ver­kauf bestimmt sich die nicht ge- rin­ge Men­ge i.S.v. § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG nach der Men­ge, die letzt­lich er- zielt und ver­äu­ßert wer­den soll 1.

Her­stel­lung von Amphet­amin

Dem­ge­gen­über kommt es beim nicht auf Gewinn­erzie­lung gerich­te­ten Her­stel­len für die Abgren­zung des Her­stel­lens von Betäu­bungs­mit­teln gemäß § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BtMG vom Her­stel­len von Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge (§ 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG) auf die tat­säch­lich erzeug­te Betäu­bungs­mit­tel­men­ge an.

Da es dem Ange­klag­ten in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall bis zum Ein­grei­fen der Poli­zei nur gelun­gen war, Pro­duk­te mit Spu­ren von Amphet­amin und Metham­phet­amin zu gewin­nen, hat er sich – soweit es dabei um die Erzeu­gung von Metham­phet­amin für den Eigen­ver­brauch ging – daher nur des uner­laub­ten Her­stel­lens von Betäu­bungs­mit­teln gemäß § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BtMG schul­dig gemacht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Sep­tem­ber 2014 – 4 StR 375/​14

  1. vgl. BGH, Urteil vom 20.12 2012 – 3 StR 407/​12, BGHSt 58, 99; Urteil vom 06.11.2013 – 5 StR 302/​13, NStZ-RR 2014, 48, jeweils zum uner­laub­ten Anbau von Betäu­bungs­mit­teln[]