Jugend­stra­fe – und die Auf­klä­rungs­hil­fe

Das Vor­lie­gen einer Auf­klä­rungs­hil­fe nach § 46b Abs. 1 und 2 StGB ist auch bei der Bemes­sung einer Jugend­stra­fe in Bedacht zu zie­hen.

Jugend­stra­fe – und die Auf­klä­rungs­hil­fe

Da sowohl bei der Beur­tei­lung der Schuld­schwe­re im Sin­ne des § 17 Abs. 2 JGG als auch bei der Zumes­sung der kon­kre­ten Jugend­stra­fe der äuße­re Unrechts­ge­halt der Tat inso­fern von Belang ist, als aus ihm Schlüs­se auf die Per­sön­lich­keit des Täters und die Schwe­re der Schuld gezo­gen wer­den kön­nen [1], ist zur Bestim­mung der zure­chen­ba­ren Schuld gera­de auch des her­an­wach­sen­den Täters das Tat­un­recht am Maß­stab der gesetz­li­chen Straf­an­dro­hun­gen des Erwach­se­nen­straf­rechts her­an­zu­zie­hen. Deren Höhe hängt aber unter ande­rem davon ab, ob ver­typ­te Mil­de­rungs­grün­de wie der des § 46b Abs. 1 und 2 StGB vor­lie­gen [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 30. Juni 2016 – 3 StR 125/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 11.11.1960 – 4 StR 387/​60, BGHSt 15, 224, 226[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 17.12 2014 – 3 StR 521/​14, NStZ-RR 2015, 155, 156[]