Jugend­stra­fe – und die Begrün­dung der Straf­zu­mes­sung

Gemäß § 18 Abs. 2 JGG bemisst sich die Höhe der Jugend­stra­fe vor­ran­gig nach erzie­he­ri­schen Gesichts­punk­ten.

Jugend­stra­fe – und die Begrün­dung der Straf­zu­mes­sung

Die Urteils­grün­de müs­sen des­halb erken­nen las­sen, dass dem Erzie­hungs­ge­dan­ken die ihm zukom­men­de Beach­tung geschenkt und bei der Bemes­sung der Jugend­stra­fe das Gewicht des Tat­un­rechts gegen die Fol­gen der Stra­fe für die wei­te­re Ent­wick­lung des Her­an­wach­sen­den abge­wo­gen wor­den ist 1.

Beschränkt sich das Tat­ge­richt auf eine Abwä­gung von Straf­zu­mes­sungs­kri­te­ri­en, wie sie auch im Erwach­se­nen­straf­recht üblich sind, genügt dies den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen nicht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Novem­ber 2015 – 3 StR 345/​15

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 28.02.2012 – 3 StR 15/​12, NStZ-RR 2012, 186, 187 mwN[]