Kei­ne Ein­zie­hung im Siche­rungs­ver­fah­ren

Im Siche­rungs­ver­fah­ren nach § 413 StPO kön­nen nur Maß­re­geln der Bes­se­rung und Siche­rung ange­ord­net wer­den.

Kei­ne Ein­zie­hung im Siche­rungs­ver­fah­ren

Ein­zie­hungs­ent­schei­dun­gen als sons­ti­ge Maß­nah­men (§ 11 Abs. 1 Nr. 8 StGB) kom­men dage­gen allein im selb­stän­di­gen Ein­zie­hungs­ver­fah­ren in Betracht (§ 435 StPO), wenn die Vor­aus­set­zun­gen des § 76a Abs. 1 Satz 1, 2 StGB vor­lie­gen.

Ist der inso­weit gemäß § 435 Abs. 1 Satz 1 StPO erfor­der­li­che geson­der­te Antrag im Siche­rungs­ver­fah­ren nicht gestellt wor­den, fehlt es für die Ein­zie­hung an einer Ver­fah­rens­vor­aus­set­zung [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Febru­ar 2020 – 1 StR 25/​20

  1. st. Rspr.; BGH, Beschlüs­se vom 08.02.2018 – 3 StR 549/​17 Rn. 13; vom 20.06.2018 – 2 StR 127/​18 Rn. 3; vom 12.12.2017 – 3 StR 558/​17 Rn. 3; und vom 06.08.2019 – 3 StR 46/​19 Rn. 13 [zu § 74b Abs. 1 Nr. 1 StGB][]