Kei­ne The­ra­pie­un­ter­brin­gung in der JVA

Das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he hat eine Ent­schei­dung des Land­ge­richts Frei­burg 1 bestä­tigt, durch die ein Antrag der Stadt Frei­burg auf Unter­brin­gung eines im August 2010 aus der Siche­rungs­ver­wah­rung ent­las­se­nen und seit­dem poli­zei­lich über­wach­ten frü­he­ren Sexu­al­straf­tä­ters abge­wie­sen wor­den ist.

Kei­ne The­ra­pie­un­ter­brin­gung in der JVA

Dies wird damit begrün­det, dass das zum 1. Janu­ar 2011 in Kraft getre­te­ne The­ra­pie­un­ter­brin­gungs­ge­setz jeden­falls nicht die beab­sich­tig­te Unter­brin­gung des Betrof­fe­nen in einem Gebäu­de auf dem Anstalts­ge­län­de der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Heil­bronn erlaubt, weil das Gesetz die räum­li­che und orga­ni­sa­to­ri­sche Tren­nung der The­ra­pie­ein­rich­tung von Ein­rich­tun­gen des Straf­voll­zu­ges ver­langt.

Ob die sons­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen für eine Unter­brin­gung des Betrof­fe­nen nach dem The­ra­pie­un­ter­brin­gungs­ge­setz vor­lä­gen, hat­te das Ober­lan­des­ge­richt danach nicht mehr zu ent­schei­den.

Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he, Beschluss vom 20. Mai 2011 – 14 Wx 20/​11 u. 14 Wx 24/​11

  1. LG Frei­burg, Beschluss vom 29.03.2011 – 7 O 1/​11 und 7 O 2/​11[]