Kör­per­ver­let­zung – und der fehl­ge­schla­ge­ne Ver­such

Fehl­ge­schla­gen ist ein Ver­such, wenn die Tat nach Miss­lin­gen des zunächst vor­ge­stell­ten Tat­ab­laufs mit den bereits ein­ge­setz­ten oder ande­ren nahe lie­gen­den Mit­teln objek­tiv nicht mehr voll­endet wer­den kann und der Täter dies erkennt oder wenn er sub­jek­tiv die Voll­endung nicht mehr für mög­lich hält.

Kör­per­ver­let­zung – und der fehl­ge­schla­ge­ne Ver­such

Dabei kommt es auf die Sicht des Täters nach Abschluss der letz­ten Aus­füh­rungs­hand­lung an (Rück­tritts­ho­ri­zont).

Erkennt der Täter, dass es zur Her­bei­füh­rung des Erfolgs eines erneu­ten Anset­zens bedürf­te oder glaubt er sub­jek­tiv, dass er sein Ziel im unmit­tel­ba­ren Hand­lungs­fort­gang nicht mehr errei­chen kann, so liegt ein fehl­ge­schla­ge­ner Ver­such vor 1.

Fehlt es an den erfor­der­li­chen Fest­stel­lun­gen zum Vor­stel­lungs­bild des Täters nach Abschluss der letz­ten Aus­füh­rungs­hand­lung, so hält das Urteil sach­lich­recht­li­cher Nach­prü­fung nicht stand.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. März 2018 – 2 StR 353/​17

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 11.03.2014 – 1 StR 735/​13, NStZ-RR 2014, 201 f.; Beschluss vom 27.02.2013 – 4 StR 13/​13, NStZ-RR 2013, 275[]