Kör­per­ver­let­zung – und die kör­per­li­che Miss­hand­lung

Der Tat­be­stand des § 223 Abs. 1 StGB in der Vari­an­te der vor­lie­gend allein in Betracht kom­men­den kör­per­li­chen Miss­hand­lung ist indes nur dann erfüllt, wenn die Schwel­le zu einer üblen und unan­ge­mes­se­nen Behand­lung, die das kör­per­li­che Wohl­be­fin­den oder die kör­per­li­che Unver­sehrt­heit nicht nur uner­heb­lich beein­träch­tigt, über­schrit­ten wird 1.

Kör­per­ver­let­zung – und die kör­per­li­che Miss­hand­lung

Nicht jeder vor­sätz­li­che Schlag oder Stoß, der das Opfer trifft, stellt eine tat­be­stand­li­che Kör­per­ver­let­zungs­hand­lung dar 2.

Auch die Tat­sa­che, dss der Geschä­dig­te nach dem Schlag einen Augen­blick nur schwer Luft bekom­men hat, als er auf das Sofa zurück­fiel, ent­hält nicht schon die Fest­stel­lung, dass der Geschä­dig­te tat­säch­lich wegen der kör­per­li­chen Ein­wir­kung durch den Schlag nur schwer atmen konn­te. Dar­über hin­aus ist eine nicht uner­heb­li­che Beein­träch­ti­gung damit nicht belegt 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. Dezem­ber 2016 – 3 StR 354/​16

  1. vgl. Lackner/​Kühl, StGB, 28. Aufl., § 223 Rn. 4 mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 12.06.2001 – 4 StR 174/​01, StV 2001, 680 mwN[]
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 22.10.2013 – 3 StR 323/​13, NStZ-RR 2014, 11[]