Kör­per­ver­let­zung – und die Tat­pro­vo­ka­ti­on

Die Tat­pro­vo­ka­ti­on ist auch bei Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­ten als Straf­mil­de­rungs­grund zu berück­sich­ti­gen; sie kann zur Annah­me eines min­der schwe­ren Fal­les füh­ren, muss dies aber nicht [1].

Kör­per­ver­let­zung – und die Tat­pro­vo­ka­ti­on

Da selbst die Tötung eines Men­schen und damit die Her­bei­füh­rung des denk­bar schwers­ten Erfol­ges bei vor­an­ge­gan­ge­ner Pro­vo­ka­ti­on in mil­de­rem Licht zu betrach­ten ist (§ 213 StGB), genügt der blo­ße Hin­weis auf die ein­ge­tre­te­nen Ver­let­zungs­fol­gen nicht den Anfor­de­run­gen an die Begrün­dung der Straf­rah­men­wahl, die auf der Grund­la­ge einer umfas­sen­den Abwä­gung aller für die Straf­zu­mes­sung bedeut­sa­men Umstän­de zu erfol­gen hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. Dezem­ber 2016 – 3 StR 417/​16

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 10.08.2004 – 3 StR 263/​04, StV 2004, 654; vom 27.03.2012 – 5 StR 103/​12, NStZ-RR 2012, 277; vom 19.06.2012 – 3 StR 206/​12, NStZ-RR 2012, 308; Fischer, StGB, 64. Aufl., § 224 Rn. 15 mwN[]