Kur­ze Frei­heits­stra­fe – und ihre Begrün­dung

Die Vor­schrift des § 47 Abs. 1 StGB gilt auch für die einer Gesamt­stra­fen­bil­dung unter­lie­gen­den Ein­zel­stra­fen.

Kur­ze Frei­heits­stra­fe – und ihre Begrün­dung

Wer­den als Ein­zel­stra­fen jeweils Frei­heits­stra­fe unter sechs Mona­ten ver­hängt, sind die­se Straf­aus­sprü­che rechts­feh­ler­haft, wenn in den Urteils­grün­den weder aus­drück­lich noch nach dem Gesamt­zu­sam­men­hang Umstän­de dar­ge­tan sind, wel­che die Ver­hän­gung einer Frei­heits­stra­fe zur Ein­wir­kung auf den Täter oder zur Ver­tei­di­gung der Rechts­ord­nung gemäß § 47 Abs. 1 StGB uner­läss­lich machen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Dezem­ber 2019 – 3 StR 514/​19

  1. vgl. all­ge­mein BGH, Urteil vom 08.04.2004 3 StR 465/​03, NStZ 2004, 554; Beschluss vom 23.11.2017 1 StR 150/​17, BGHR StGB § 47 Abs. 1 Umstän­de 9[]