Leicht­fer­ti­ge Geld­wä­sche – und der Nach­weis der Leicht­fer­tig­keit

Ein leicht­fer­ti­ges Han­deln des Geld­wä­schers wird unter Beach­tung der gebo­te­nen vor­satz­na­hen Aus­le­gung des § 261 Abs. 5 StGB1 aus­rei­chend belegt, indem das Gericht auf die Hin­ter­grün­de der ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen und deren Zustan­de­kom­men abstellt.

Leicht­fer­ti­ge Geld­wä­sche – und der Nach­weis der Leicht­fer­tig­keit

So auch im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall: Obgleich es sich um den ers­ten Geschäfts­kon­takt han­del­te, hat die Straf­kam­mer auf­grund einer Gesamt­wür­di­gung trag­fä­hig begrün­det, dass sich dem Ange­klag­ten nach sei­nen indi­vi­du­el­len Kennt­nis­sen und Fähig­kei­ten auch die Gewerbs­mä­ßig­keit der Untreue­vor­tat auf­drän­gen muss­te, was er aus beson­de­rer Gleich­gül­tig­keit oder gro­ber Unacht­sam­keit außer Betracht ließ2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Janu­ar 2019 – 1 StR 311/​17

  1. vgl. BGH, Urteil vom 17.07.1997 – 1 StR 791/​96, BGHSt 43, 158, 168 []
  2. vgl. zum Maß­stab BGH aaO; Urteil vom 24.06.2008 – 5 StR 89/​08, NJW 2008, 2516 Rn.20 []