Maß­re­gel­aus­spruch – und die Anga­be der vor­aus­sicht­li­chen Unter­brin­gungs­dau­er

Hat es das Gericht ver­säumt, die vor­aus­sicht­li­che Dau­er der Unter­brin­gung in einer Ent­zie­hungs­an­stalt im Urteil fest­zu­stel­len, ist damit bereits die nach § 64 Satz 2 StGB erfor­der­li­che hin­rei­chend kon­kre­te Erfolgs­aus­sicht nicht belegt.

Maß­re­gel­aus­spruch – und die Anga­be der vor­aus­sicht­li­chen Unter­brin­gungs­dau­er

Die­se bestün­de nur, wenn die nach § 67d Abs. 1 Satz 1 StGB zuläs­si­ge Höchst­dau­er der Unter­brin­gung von zwei Jah­ren nicht über­schrit­ten wür­de 1.

Der Mit­tei­lung der vor­aus­sicht­li­chen Dau­er bedarf es fer­ner, um dem Revi­si­ons­ge­richt die Über­prü­fung der Ent­schei­dung über den – vor­lie­gend nicht ange­ord­ne­ten – Vor­weg­voll­zug (§ 67 Abs. 2 Satz 2 StGB) zu ermög­li­chen 2, der gemäß § 67 Abs. 2 Satz 3, § 67 Abs. 5 Satz 1 StGB so zu bemes­sen ist, dass eine Ent­las­sung zum Halb­stra­fen­zeit­punkt mög­lich ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Novem­ber 2014 – 3 StR 508/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 17.04.2012 – 3 StR 65/​12, NJW 2012, 2292[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 12.02.2009 – 3 StR 569/​08, NStZ-RR 2009, 172[]