Mini-Park­schei­be

Wer zum Nach­weis der Park­dau­er eine Park­schei­be ver­wen­det, die erheb­lich klei­ner ist als die vom deut­schen Gesetz­ge­ber vor­ge­schrie­be­ne, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Mini-Park­schei­be

ParkscheibeIn dem jetzt vom Bran­den­bur­gi­schen Ober­lan­des­ge­richt ent­schie­de­nen Fall hat­te der Betrof­fe­ne in der Stadt Forst auf einem Park­platz, auf dem die Ver­wen­dung einer Park­schei­be vor­ge­schrie­ben war, eine Minia­tur­park­schei­be mit den Maßen von 40 mm x 60 mm ver­wen­det. Dies hat­te das Amts­ge­richt Cott­bus als Ord­nungs­wid­rig­keit mit einer Geld­bu­ße von 5,- EUR geahn­det. Die dage­gen ein­ge­leg­te Rechts­be­schwer­de hat das Bran­den­bur­gi­sche Ober­lan­des­ge­richt als unbe­grün­det verworfen.

Der Gesetz­ge­ber habe, so das Ober­lan­des­ge­richt, die Park­schei­be nach Gestal­tung und Grö­ße defi­niert. Sie habe dem­nach Abmes­sun­gen von 110 mm x 150 mm auf­zu­wei­sen. Dem Sinn und Zweck des Geset­zes ent­spre­che es, dass eine Park­schei­be eine bestimm­te Min­dest­grö­ße auf­wei­sen müs­se. Dies ermög­li­che ein leich­tes Able­sen der ein­ge­stell­ten Zeit und damit auch eine wirk­sa­me Kon­trol­le der Höchst­park­dau­er. Dem wer­de die Ver­wen­dung eines Zeit­nach­wei­ses, der, wie in dem ent­schie­de­nen Fall, um ein Viel­fa­ches klei­ner sei, nicht gerecht.

Bran­den­bur­gi­sches Ober­lan­des­ge­richt, Beschluss vom 2. August 2011 – (2Z) 53 Ss-Owi 495/​10 (238/​10)