Mit­glied­schaft in einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung

Als Mit­glied betei­ligt sich, wer die ter­ro­ris­ti­sche Ver­ei­ni­gung nicht nur von außen, son­dern, getra­gen von einem ein­ver­nehm­li­chen Wil­len zu einer fort­dau­ern­den Teil­nah­me am Ver­bands­le­ben, von innen för­dert, und damit eine Stel­lung inner­halb der Orga­ni­sa­ti­on ein­nimmt, die ihn als zum Kreis der Mit­glie­der gehö­rend kenn­zeich­net [1].

Mit­glied­schaft in einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung

Eine ter­ro­ris­ti­sche Ver­ei­ni­gung i.S.d. § 129a StGB , d.h. eine Ver­ei­ni­gung, deren Zwe­cke oder deren Tätig­keit dar­auf gerich­tet sind, Mord (§ 211 StGB) oder Tot­schlag212 StGB) zu bege­hen, erfor­dert einen auf län­ge­re Dau­er ange­leg­ten orga­ni­sier­ten Zusam­men­schluss von mehr als zwei Per­so­nen zur Ver­fol­gung eines über­ge­ord­ne­ten gemein­sa­men Inter­es­ses im Sin­ne von § 129 Abs. 2 StGB.

Nach der Neu­re­ge­lung durch das Gesetz zur Umset­zung des Rah­men­be­schlus­ses 2008/​841/​JI des Rates vom 24.10.2008 zur Bekämp­fung der orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät vom 17.07.2017 [2] sind dage­gen Struk­tur­merk­ma­le wie etwa Füh­rungs­per­so­nal und kla­re Auf­ga­ben­ver­tei­lung nicht mehr erfor­der­lich.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 3. Sep­tem­ber 2020 – AK 22/​20

  1. s. BGH, Beschlüs­se vom 28.06.2018 – StB 11/​18, NStZ-RR 2018, 369, 370 f.; vom 09.06.2020 – AK 12/​20 24, jeweils mwN[]
  2. BGBl. I S. 2440[]