Mit­tä­ter – und der eige­ne Tat­bei­trag

Mit­tä­ter ist nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs, wer nicht nur frem­des Tun för­dert, son­dern einen eige­nen Tat­bei­trag der­art in eine gemein­schaft­li­che Tat ein­fügt, dass sein Bei­trag als Teil der Tätig­keit des ande­ren und umge­kehrt des­sen Teil als Ergän­zung sei­nes eige­nen Tat­an­teils erscheint, wobei die Abgren­zung auf­grund einer wer­ten­den Betrach­tung aller von den Vor­stel­lun­gen der Betei­lig­ten umfass­ten Umstän­de erfolgt. Dabei kom­men dem Umfang der Tat­be­tei­li­gung, der Tat­herr­schaft, dem Wil­len zur Tat­herr­schaft und dem eige­nen Inter­es­se am Tat­er­folg beson­de­re Bedeu­tung zu 1.

Mit­tä­ter – und der eige­ne Tat­bei­trag

Dabei ist die tat­ge­richt­li­che Bewer­tung der Betei­li­gungs­form nur einer ein­ge­schränk­ten Kon­trol­le durch das Revi­si­ons­ge­richt zugäng­lich. Lässt das ange­foch­te­ne Urteil erken­nen, dass der Tatrich­ter den anzu­wen­den­den Maß­stab erkannt und den Sach­ver­halt voll­stän­dig gewür­digt hat, kann das gefun­de­ne Ergeb­nis vom Revi­si­ons­ge­richt auch dann nicht als recht­feh­ler­haft bean­stan­det wer­den, wenn eine ande­re tatrich­ter­li­che Beur­tei­lung mög­lich gewe­sen wäre 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Novem­ber 2018 – 4 StR 292/​18

  1. vgl. nur BGH, Urteil vom 15.05.2018 – 1 StR 159/​17, WM 2018, 2028, Rn. 30 mwN[]
  2. BGH, Beschluss vom 15.05.2018 aaO, Rn. 31 mwN[]