Mit­tä­ter – und die nur unter­ge­ord­ne­te Tätig­keit

Mit­tä­ter ist, wer nicht nur frem­des Tun för­dert, son­dern einen eige­nen Tat­bei­trag der­art in eine gemein­schaft­li­che Tat ein­fügt, dass sein Bei­trag als Teil der Tätig­keit des ande­ren und umge­kehrt des­sen Tun als Ergän­zung sei­nes eige­nen Tat­an­teils erscheint.

Mit­tä­ter – und die nur unter­ge­ord­ne­te Tätig­keit

Ob ein Betei­lig­ter ein so enges Ver­hält­nis zur Tat hat, ist nach den gesam­ten Umstän­den, die von sei­ner Vor­stel­lung umfasst sind, in wer­ten­der Betrach­tung zu beur­tei­len 1.

Wesent­li­che Anhalts­punk­te kön­nen der Grad des eige­nen Inter­es­ses am Tat­er­folg, der Umfang der Tat­be­tei­li­gung und die Tat­herr­schaft oder wenigs­tens der Wil­le zur Tat­herr­schaft sein, so dass die Durch­füh­rung und der Aus­gang der Tat maß­geb­lich auch vom Wil­len des Betei­lig­ten abhän­gen 2.

Dabei deu­tet eine ganz unter­ge­ord­ne­te Tätig­keit schon objek­tiv dar­auf hin, dass der Betei­lig­te nur Gehil­fe ist 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 16. März 2016 – 2 StR 346/​15

  1. BGH NStZ 2006, 454[]
  2. st. Rspr.; vgl. BGHSt 37, 289, 291 mwN; BGHSt – GS – 50, 252, 266 mwN; BGH NStZ 2000, 482, 483[]
  3. st. Rspr.; vgl. BGHR BtMG § 29 Abs. 1 Nr. 1 Han­del­trei­ben 39, 56 und 58[]