Mit­tei­lun­gen des Vor­sit­zen­den – nach dem letz­ten Wort

Teil­te der Vor­sit­zen­de nach dem letz­ten Wort des Ange­klag­ten noch mit, dass eine Ver­stän­di­gung gemäß § 257c StPO in der Haupt­ver­hand­lung nicht statt­ge­fun­den hat, braucht dem Ange­klag­ten hier­nach nicht erneut das letz­te Wort gewährt wer­den.

Mit­tei­lun­gen des Vor­sit­zen­den – nach dem letz­ten Wort

Eine noch­ma­li­ge Gewäh­rung des letz­ten Wor­tes hat nach § 258 Abs. 2 2. Halb­satz StPO nur dann zu erfol­gen, wenn nach der Schlie­ßung der Beweis­auf­nah­me noch­mals in die Ver­hand­lung ein­ge­tre­ten wor­den ist. Wer­den nach dem letz­ten Wort aus­schließ­lich Vor­gän­ge erör­tert, die auf die gericht­li­che Ent­schei­dung kei­nen Ein­fluss haben kön­nen, besteht kei­ne Ver­pflich­tung nach § 258 Abs. 2 StPO [1].

Auch eine abschlie­ßen­de Äuße­rung des Vor­sit­zen­den zum Ablauf der Haupt­ver­hand­lung stellt des­halb kei­nen Wie­der­ein­tritt in die Ver­hand­lung dar. Sie war nicht ein­mal gebo­ten; das Nega­ti­vat­test gemäß § 273 Abs. 1a Satz 3 StPO ist ledig­lich im Pro­to­koll zu ver­mer­ken.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Novem­ber 2015 – 5 StR 467/​15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 09.06.2015 – 1 StR 198/​15, Stra­Fo 2015, 325 mwN[]