Nicht statt­ge­fun­de­ne Ver­stän­di­gungs­ge­sprä­che – und das feh­len­de Nega­ti­vat­test

Ein Urteil beruht nicht auf einer feh­len­den Mit­tei­lung, dass kei­ne Ver­stän­di­gungs­ge­sprä­che statt­ge­fun­den haben ("Nega­ti­vat­test"), wenn es sol­che tat­säch­lich nicht gege­ben hat 1.

Nicht statt­ge­fun­de­ne Ver­stän­di­gungs­ge­sprä­che – und das feh­len­de Nega­ti­vat­test

Erst recht ist ein Beru­hen des Urteils aus­zu­schlie­ßen, wenn die zutref­fen­de Mit­tei­lung – ver­spä­tet – nach der Beleh­rung des Ange­klag­ten gemäß § 243 Abs. 5 Satz 1 StPO noch erfolgt ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. Juni 2015 – 4 StR 91/​15

  1. st. Rspr.; u.a. BGH, Beschlüs­se vom 08.01.2015 – 2 StR 123/​14, NStZ 2015, 294; vom 14.01.2015 – 1 StR 335/​14; vom 27.01.2015 – 5 StR 310/​13, NJW 2015, 1260; und vom 14.04.2015 – 5 StR 9/​15[]