OLG-Ent­schei­dun­gen in OWi-Sachen

Beschlüs­se eines Ober­lan­des­ge­richts in Ord­nungs­wid­rig­keits­sa­chen kön­nen nicht mit der Beschwer­de ange­foch­ten wer­den (§ 304 Abs. 4 Satz 2 StPO i.V.m. § 46 Abs. 1 OWiG).

OLG-Ent­schei­dun­gen in OWi-Sachen

Einer erwei­tern­den Aus­le­gung des § 304 Abs. 4 StPO steht die stän­di­ge Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs, von der Abstand zu neh­men der vor­lie­gen­de Fall kei­nen Anlass bie­tet, ent­ge­gen 1.

Die Rege­lung des § 304 Abs. 4 StPO ist auch mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar. Weder Art.19 Abs. 4 Grund­ge­setz noch das all­ge­mei­ne Rechts­staats­prin­zip gewähr­leis­ten einen Instan­zen­zug 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Dezem­ber 2018 – 2 ARs 170/​18

  1. vgl. zuletzt: BGH, Beschlüs­se vom 29.08.2016 – StB 24/​16, NJW 2016, 3192, 3193 mwN; vom 12.05.2016 – StB 9 und 10/​16 3; vgl. auch Beschluss vom 05.01.1977 – 3 StR 433/​76, BGHSt 27, 96, 99[]
  2. BVerfG, Beschluss vom 21.06.1977 – 2 BvR 308/​77, BVerfGE 45, 363, 375 im Nach­gang zu dem o. g. Beschluss des BGH vom 05.01.1977 – 3 StR 433/​76; vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 27.10.2015 – 2 BvR 3071/​14, Rn. 12 mwN; BVerwG, Urteil vom 09.03.1979 – – IV C 32.7520; Baye­ri­scher Ver­wal­tungs­ge­richts­hof, Urteil vom 02.08.2016 – 9 BV 15.1032, Rn.19 mwN[]