Online­shop­ping ohne Zahlungswiligkeit

Soweit sich nicht fest­stel­len lässt, ob die Bestel­lun­gen auf Sei­ten der Ver­sand­händ­ler von durch den Ange­klag­ten getäusch­ten und sich ent­spre­chend irren­den natür­li­chen Per­so­nen oder auf der Grund­la­ge der irre­füh­ren­den Daten­ein­ga­ben des Ange­klag­ten auto­ma­tisch bear­bei­tet wur­den, schei­det eine Ver­ur­tei­lung wegen (ver­such­ten) Betru­ges aus.

Online­shop­ping ohne Zahlungswiligkeit

Da eine ande­re Mög­lich­keit aus­schei­det, recht­fer­tigt der Gesamt­zu­sam­men­hang der Urteils­grün­de jedoch die Annah­me, dass der Ange­klag­te in den nach der Teil­ein­stel­lung ver­blei­ben­den Fäl­len ent­we­der des (ver­such­ten) Betru­ges oder des (ver­such­ten) Com­pu­ter­be­tru­ges schul­dig ist.

Eine Wahl­fest­stel­lung zwi­schen bei­den Delik­ten ist mög­lich1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Janu­ar 2021 – 4 StR 274/​20

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 05.03.2013 – 1 StR 613/​12, NStZ 2014, 42[]

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