Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung – und das Sammeln

Die Tat­hand­lung des Sam­melns umfasst neben dem Ein­sam­meln bei ande­ren Per­so­nen das Zusam­men­tra­gen im Sin­ne eines Ansam­melns. Die blo­ße Umwid­mung vor­han­de­nen, gege­be­nen­falls zu ande­ren Zwe­cken gesam­mel­ten Ver­mö­gens begrün­det kei­ne Straf­bar­keit wegen Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung. Ein Ent­ge­gen­neh­men im Sin­ne des § 89c Abs. 2 StGB liegt nicht vor, wenn im Rah­men eines Aus­tausch­ver­hält­nis­ses erworbene

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Kin­der­por­no­gra­phie – und das Exem­plar für den am Miss­brauch Beteiligten

„Ande­rer“ im Sin­ne des § 184b Abs. 2 StGB (in der Fas­sung des Geset­zes vom 27.12.2003; jetzt: § 184b Abs. 1 Nr. 2 StGB) kann auch ein Betei­lig­ter an dem in einer kin­der­por­no­gra­phi­schen Schrift dar­ge­stell­ten sexu­el­len Miss­brauch sein, dem vom Her­stel­ler die­ser Schrift der (erst­ma­li­ge) Besitz dar­an ver­schafft wird. Im hier vom Bundesgerichtshof

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Hacker

Ram­son­wa­re – strafrechtlich

Mit der Straf­bar­keit der Ver­brei­tung eines Erpres­sungs­tro­ja­ners über das Inter­net (sog. Ran­som­wa­re) hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Im hier ent­schie­de­nen Fall wur­den die jeweils mit der Schad­soft­ware infi­zier­ten Com­pu­ter­nut­zer durch die Sper­rung ihrer Rech­ner und durch die unwah­re Behaup­tung, ille­ga­le Down­loads vor­ge­nom­men zu haben oder auf den Rechnern

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Regensburg

Bestech­lich­keit – und die anste­hen­de Kommunalwahl

Das Anbie­ten oder Gewäh­ren von Vor­tei­len für künf­ti­ge Dienst­hand­lun­gen an einen Amts­trä­ger, der sich für ein ande­res Amt bei dem­sel­ben Dienst­herrn bewirbt, kann dem Anwen­dungs­be­reich der Bestechungs­de­lik­te unter­fal­len, wenn dem Vor­teils­neh­mer im Zeit­punkt der Tat­hand­lung bereits all­ge­mein auf­grund sei­ner Stel­lung ein weit­rei­chen­der Auf­ga­ben­kreis zuge­wie­sen ist. Wäh­rend sich Vor­teils­an­nah­me und gewäh­rung auf

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Anord­nung eines gene­ti­schen Fin­ger­ab­drucks – zur Iden­ti­täts­fest­stel­lung in künf­ti­gen Strafverfahren

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ist eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de, wel­che die Anord­nung der Ent­nah­me und mole­ku­lar­ge­ne­ti­schen Unter­su­chung von Kör­per­zel­len zur Iden­ti­täts­fest­stel­lung in künf­ti­gen Straf­ver­fah­ren gemäß § 81g StPO betraf, ohne Erfolg geblie­ben. Das Amts­ge­richt Rosen­heim ver­ur­teil­te den Beschwer­de­füh­rer mit Urteil vom 14.05.2019 wegen Dieb­stahls in Tat­ein­heit mit Sach­be­schä­di­gung zu einer Frei­heits­stra­fe von zehn

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Justizvollzugsanstalt

Einst­wei­li­ger Rechts­schutz in der Strafvollstreckung

Begehrt der inhaf­tier­te Antrag­stel­ler die Ver­pflich­tung zum Erlass einer von der Anstalt abge­lehn­ten oder unter­las­se­nen Maß­nah­me, so kommt vor­läu­fi­ger Rechts­schutz nur unter den Vor­aus­set­zun­gen von § 114 Abs. 2 Satz 2 StVoll­zG, § 123 Abs. 1 VwGO in Betracht. Eine einst­wei­li­ge Anord­nung kann dann getrof­fen wer­den, wenn die Gefahr besteht, dass durch eine

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LG Bremen

Das über­mä­ßig ver­schlepp­te Eil­ver­fah­ren – und die Verfassungsbeschwerde

Ein Beschwer­de­füh­rer kann nicht auf die Durch­füh­rung des Haupt­sa­che­ver­fah­rens ver­wie­sen wer­den, wenn das Fach­ge­richt die durch Art.19 Abs. 4 GG garan­tier­te Rechts­schutz­mög­lich­keit im Eil­rechts­schutz­ver­fah­ren in nicht zu ver­tre­ten­der Wei­se ver­kürzt hat. Sei­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist mit­hin zuläs­sig, soweit der Beschwer­de­füh­rer eine Ver­let­zung von Art.19 Abs. 4 Satz 1 GG durch die nicht recht­zei­ti­ge Ent­schei­dung über

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Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen – und das Jugendstrafrecht

Die Ent­schei­dung über die Ein­zie­hung des Wer­tes von Tat­erträ­gen (§73c Satz1 StGB) steht auch bei Anwen­dung von Jugend­straf­recht nicht im Ermes­sen des Tat­ge­richts. Dies ent­schied jetzt der Gro­ße Senat für Straf­sa­chen auf eine Vor­la­ge des 1. Straf­se­nats des Bun­des­ge­richts­hofs. Der 1.Strafsenat möch­te eine gegen die Nicht­an­ord­nung der Ein­zie­hung gerich­te­te Revision

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Schuld­haf­tes Betrin­ken – und die Strafrahmenverschiebung

Alein auf ein schuld­haf­tes Betrin­ken kann eine Ableh­nung der Straf­rah­men­ver­schie­bung nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB in der Regel nicht gestützt wer­den. So auch in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall, in dem sich die Erwä­gun­gen des Land­ge­richts, mit denen die­ses das Land­ge­richt das Vor­lie­gen eines min­der schwe­ren Fal­les im

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Cannabis

Betäu­bungs­mit­tel­han­del – und die Abgren­zung von Mit­tä­ter­schaft und Teilnahme

Beim Betäu­bungs­mit­tel­han­del gel­ten für die Abgren­zung von (Mit-)Täterschaft und Bei­hil­fe die all­ge­mei­nen Grund­sät­ze über die Abgren­zung zwi­schen die­sen Betei­li­gungs­for­men. Ob ein Betei­lig­ter eine Tat als Täter oder Gehil­fe begeht, ist danach in wer­ten­der Betrach­tung nach den gesam­ten Umstän­den, die von sei­ner Vor­stel­lung umfasst sind, zu beur­tei­len. Wesent­li­che Anhalts­punk­te kön­nen der Grad des eige­nen Interesses

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Messer & Blut

Der miß­glück­te Haarschnitt

Es ist rechts­feh­ler­haft, straf­schär­fend zu berück­sich­ti­gen, dass zwi­schen dem Anlass der Tat – einem miß­glück­tem Haar­schnitt – und dem Zuste­chen mit einem Mes­ser ein ekla­tan­tes Miss­ver­hält­nis bestand, obwohl die – rechts­me­di­zi­ni­sche – Sach­ver­stän­di­ge ins­be­son­de­re die Unfä­hig­keit des Ange­klag­ten, sich aus dem Ärger über den Haar­schnitt zu lösen, als Aus­druck sei­nes alkoholbedingt

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LG Bremen

Ver­wer­tung von Urkun­den im Selbstleseverfahren

Eine Revi­si­ons­be­grün­dung, in der unzu­tref­fend zu einer ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Tat­sa­che vor­ge­tra­gen wird, bie­tet kei­ne aus­rei­chen­de Grund­la­ge für die Beur­tei­lung der Begründ­etheit der erho­be­nen Rüge. Eine Ver­fah­rens­rüge, mit der die Ver­wer­tung von Urkun­den im Selbst­le­se­ver­fah­ren bean­stan­det wird, weil die Fest­stel­lung zum Abschluss des Selbst­le­se­ver­fah­rens inso­weit feh­le, dass auch die übri­gen Betei­lig­ten Gele­gen­heit hat­ten, vom Wortlaut

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Untreue – oder: das vom Geschäfts­füh­rer eigen­hän­dig abge­buch­te Gehalt

Der Ver­mö­gens­nach­teil im Sin­ne des § 266 StGB ist ein selb­stän­di­ges, neben den Vor­aus­set­zun­gen der Pflicht­ver­let­zung ste­hen­des Tat­be­stands­merk­mal, das nicht in dem Merk­mal der Pflicht­wid­rig­keit auf­ge­hen darf (sog. Ver­schlei­fungs­ver­bot). Er ist, abge­se­hen von ein­fach gela­ger­ten und ein­deu­ti­gen Fäl­len, eigen­stän­dig zu ermit­teln, gege­be­nen­falls anhand übli­cher Maß­stä­be des Wirt­schafts­le­bens zu kon­kre­ti­sie­ren und zu beziffern.

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Gefängnis

Peti­ti­ons­recht – und die Rechtsweggarantie

Das Grund­recht des Art. 17 GG ver­leiht dem­je­ni­gen, der eine zuläs­si­ge Peti­ti­on ein­reicht, ein Recht dar­auf, dass die ange­gan­ge­ne Stel­le die Ein­ga­be nicht nur ent­ge­gen­nimmt, son­dern auch sach­lich prüft und dem Peten­ten zumin­dest die Art der Erle­di­gung schrift­lich mit­teilt. Das Peti­ti­ons­recht und die Rechts­weg­ga­ran­tie des Art.19 Abs. 4 GG stehen –

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CC-Kennzeichen

Straf­recht­li­che Immu­ni­tät – und der Fah­rer des Konsuls

54 Abs. 1 des Wie­ner Über­ein­kom­mens über kon­su­la­ri­sche Bezie­hun­gen vom 24.04.1963 (WÜK) gilt nach sei­nem ein­deu­ti­gen Wort­laut nur für Kon­su­lar­be­am­te. Mit­glie­dern des dienst­li­chen Haus­per­so­nals, zu denen der als Fah­rer Ange­stell­te zählt, gewährt Art. 54 Abs. 1 WÜK hin­ge­gen kei­ne recht­li­chen Son­der­stel­lun­gen. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Mai 2021 – 5 StR 482/​20

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LG Bremen

Befan­gen­heits­an­trag – nach dem letz­ten Wort des Angeklagten

Befan­gen­heits­ge­su­che nach dem letz­ten Wort des Ange­klag­ten sind abso­lut aus­ge­schlos­sen und damit unzu­läs­sig (§ 25 Abs. 2 Satz 2 StPO). Soweit in der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ver­ein­zelt erwo­gen wor­den ist, ob es in Fäl­len einer deut­lich zu Tage getre­te­nen Vor­ein­ge­nom­men­heit mög­lich sei, von die­sem Grund­satz durch eine ein­schrän­ken­de Aus­le­gung der Vor­schrift abzuweichen,

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Amtsgericht Aurich

Ver­fas­sungs­ge­richt­li­cher Eil­rechts­schutz – und die aus­ste­hen­de Ent­schei­dun­gen der Fachgerichte

Für eine ord­nungs­ge­mä­ße Rechts­weg­er­schöp­fung sind grund­sätz­lich auch im Ver­fah­ren des ver­fas­sungs­recht­li­chen Eil­rechts­schut­zes die Ent­schei­dun­gen der Fach­ge­rich­te über den ein­ge­leg­ten Rechts­be­helf abzu­war­ten. Denn § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG zielt dar­auf ab, eine ord­nungs­ge­mä­ße Vor­prü­fung der Beschwer­de­punk­te durch die zustän­di­gen gericht­li­chen Instan­zen zu gewähr­leis­ten, dadurch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu ent­las­ten und für seine

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Islamischer Staat (IS)

Das Urteil gegen die IS-Heim­keh­re­rin – und die Haft in der Türkei

Der Bun­des­ge­richts­hof hat ein Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Cel­le gegen eine IS-Hei­m­­keh­­re­­rin im Aus­spruch über die Anrech­nung aus­län­di­scher Frei­heits­ent­zie­hung auf­ge­ho­ben, da für ihn nicht nach­voll­zieh­bar war, ob es sich bei der in der Tür­kei voll­zo­ge­nen Haft um Unter­su­chungs­haft oder um Aus­lie­fe­rungs­haft gehan­delt hat: Das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le hat eine 30-jäh­­ri­­ge deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge, die

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Pistole SIG Sauer

Aus­fuhr von Waf­fen nach Kolum­bi­en – und die Ein­zie­hung der Verkaufserlöse

Das Urteil des Land­ge­richts Kiel gegen den Waf­fen­pro­du­zen­ten „Sig Sau­er“ wegen Ein­zie­hung des durch die Aus­fuhr von Waf­fen nach Kolum­bi­en Erlang­ten ist weit­ge­hend rechts­kräf­tig, nach­dem der Bun­des­ge­richts­hof die hier­ge­gen gerich­te­ten Revi­si­on weit­ge­hend zurück­ge­wie­sen hat: Das Land­ge­richt Kiel hat drei Ange­klag­te wegen Aus­fuhr von Gütern ohne Geneh­mi­gung nach dem Außen­wirt­schafts­ge­setz in mehreren

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Schreibmaschine

Straf­recht­li­che Ver­ur­tei­lun­gen wegen ehr­be­ein­träch­ti­gen­der Äuße­run­gen – oder: die Gren­zen der Meinungsfreiheit

5 Abs. 1 Satz 1 GG gibt jedem das Recht, sei­ne Mei­nung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu ver­brei­ten. Grund­recht­lich geschützt sind damit ins­be­son­de­re Wert­ur­tei­le, also Äuße­run­gen, die durch ein Ele­ment der Stel­lung­nah­me gekenn­zeich­net sind. Dies gilt unge­ach­tet des womög­lich ehr­schmä­lern­den Gehalts einer Äuße­rung. Dass eine Aus­sa­ge pole­misch oder

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Kalender

Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de in Straf­sa­chen – und die Monatsfrist

Die all­ge­mei­ne Begrün­dungs­last des § 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG ver­langt von einem Beschwer­de­füh­rer im Zwei­fels­fall die schlüs­si­ge Dar­le­gung, dass die ein­mo­na­ti­ge Frist des § 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG zur Erhe­bung und Begrün­dung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de ein­ge­hal­ten ist. In Straf­sa­chen wer­den Ent­schei­dun­gen regel­mä­ßig sowohl dem Ver­tei­di­ger als auch dem Beschul­dig­ten bekannt­ge­ge­ben. Daher ist

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DNA-Iden­ti­täts­fest­stel­lung – und die ver­fas­sungs­recht­li­chen Anforderungen

Mit den ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an eine Anord­nung nach § 81g Abs. 1 Satz 1 StPO hat­te sich aktu­ell das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu befas­sen: Die Fest­stel­lung, Spei­che­rung und (künf­ti­ge) Ver­wen­dung eines DNA-Iden­­ti­­fi­­zie­­rungs­­­mus­­ters greift in das durch Art. 2 Abs. 1 in Ver­bin­dung mit Art. 1 Abs. 1 GG ver­bürg­te Grund­recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung ein, denn die­se Maß­nah­men berühren

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Maschinengewehr

Die erschli­che­ne Geneh­mi­gung nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz

Erteil­te Geneh­mi­gun­gen nach dem Kriegs­waf­fen­kon­troll­ge­setz sind nicht des­halb straf­recht­lich unbe­acht­lich, weil sie durch die Vor­la­ge fal­scher amt­li­cher End­ver­bleibs­er­klä­run­gen erschli­chen wur­den. Nach § 22a Abs. 1 Nr. 4 Vari­an­te 2 KrWaffKG wird bestraft, wer Kriegs­waf­fen aus­führt, ohne dass die hier­zu erfor­der­li­che Beför­de­rung geneh­migt ist. Da es sich bei den ver­fah­rens­ge­gen­ständ­li­chen Waf­fen und Zube­hör­tei­len um

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Bundesgerichtshof

(Teil-)Einstellung wegen Ver­jäh­rung – und die Beschwer des Angeklagten

Wird das Ver­fah­ren wegen einer feh­len­den Ver­fah­rens­vor­aus­set­zung oder eines nicht beheb­ba­ren Ver­fah­rens­hin­der­nis­ses end­gül­tig ein­ge­stellt, so ist der Ange­klag­te grund­sätz­lich nicht beschwert. Eine Aus­nah­me besteht nur im Fal­le der Frei­spruch­rei­fe, da die frei­spre­chen­de Sach­ent­schei­dung Vor­rang vor der Ein­stel­lung hat. Der Ange­klag­te ist daher beschwert, wenn das Gericht das Ver­fah­ren ein­stellt, obwohl es

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Untreue

Ein­zie­hung von Tat­erträ­gen – bei einer gut­gläu­bi­gen Handelsgesellschaft

Der Ein­zie­hung von Tat­erträ­gen bei einer juris­ti­schen Per­son gemäß § 73b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StGB nF steht nicht ent­ge­gen, dass deren Organ­wal­ter bei Erlan­gung des Vor­teils gut­gläu­big waren. Das bei der Bestim­mung des Wer­tes des Erlang­ten zu beach­ten­de Abzugs­ver­bot (§ 73d Abs. 1 Satz 2 StGB nF) gilt auch für einen gut­gläu­bi­gen Drittbegünstigten.

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Geldwäsche

Der Streit mit dem Dea­ler ums Wechselgeld

Mit der Rechts­wid­rig­keit der erstreb­ten Berei­che­rung in Fäl­len, in denen der Käu­fer von Betäu­bungs­mit­teln gegen den Ver­käu­fer die Zah­lung von Wech­sel­geld mit Nöti­gungs­mit­teln durch­zu­set­zen sucht, hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Dabei beton­te der Bun­des­ge­richts­hof zunächst, dass zu einer Ver­ur­tei­lung wegen ver­such­ter räu­be­ri­scher Erpres­sung bereits die Fest­stel­lung aus­reicht, dass

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Kalender

Ver­fas­sungs­be­schwer­de in Straf­sa­chen – und die Ein­hal­tung der Monatsfrist

Die all­ge­mei­ne Begrün­dungs­last des § 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG ver­langt von einem Beschwer­de­füh­rer im Zwei­fels­fall die schlüs­si­ge Dar­le­gung, dass die ein­mo­na­ti­ge Frist des § 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG zur Erhe­bung und Begrün­dung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de ein­ge­hal­ten ist. In Straf­sa­chen wer­den Ent­schei­dun­gen regel­mä­ßig sowohl dem Ver­tei­di­ger als auch dem Beschul­dig­ten bekannt­ge­ge­ben. Daher ist

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OLG Hamm

Kla­ge­er­zwin­gungs­ver­fah­ren – und ihre not­wen­di­ge Begründung

Nach Art.19 Abs. 4 GG darf der Zugang zu den Gerich­ten und den vor­ge­se­he­nen Instan­zen nicht in unzu­mut­ba­rer, aus Sach­grün­den nicht mehr zu recht­fer­ti­gen­der Wei­se erschwert wer­den. Dies müs­sen die Fach­ge­rich­te bei der Aus­le­gung pro­zes­sua­ler Nor­men beach­ten. Sie dür­fen ein von der Rechts­ord­nung eröff­ne­tes Rechts­mit­tel nicht durch eine über­s­tren­ge Hand­ha­bung verfahrensrechtlicher

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Coronamaske

Der Pflicht­ver­tei­di­ger – und die Maskenpflicht

Die hart­nä­cki­ge und unbe­grün­de­te Wei­ge­rung, ent­ge­gen der Anord­nung des Vor­sit­zen­den in der Haupt­ver­hand­lung einen medi­zi­ni­schen Mund-Nasen-Schutz zu tra­gen, kann eine Ent­pflich­tung des not­wen­di­gen Ver­tei­di­gers zur Fol­ge haben. § 143a Abs. 2 Nr. 3 ist die Bestel­lung des Pflicht­ver­tei­di­gers auf­zu­he­ben und ein neu­er Pflicht­ver­tei­di­ger zu bestel­len, wenn das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen Ver­tei­di­ger und Beschul­dig­tem endgültig

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Autorennen

Ver­bo­te­ne Auto­rennen – und die Höchstgeschwindigkeit

Das Merk­mal der höchst­mög­li­chen Geschwin­dig­keit im Sin­ne von § 315d Abs. 1 Nr. 3 StGB meint nicht die tech­ni­sche Höchst­ge­schwin­dig­keit des geführ­ten Fahr­zeugs, son­dern die in der kon­kre­ten Ver­kehrs­si­tua­ti­on erziel­ba­re rela­ti­ve Höchst­ge­schwin­dig­keit. Zwar ist im Hin­blick auf den Bestimmt­heits­grund­satz (Art. 103 Abs. 2 GG) eine zurück­hal­ten­de Anwen­dung der Vor­schrift des § 315d Abs.

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Überholen

Die wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen bei der Buß­geld­be­mes­sung – und der Bußgeldkatalog

Im Anwen­dungs­be­reich der Buß­geld­ka­ta­log­ver­ord­nung zwingt die Amts­auf­klä­rungs­pflicht das Tat­ge­richt nur dann dazu, die wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se des Betrof­fe­nen fest­zu­stel­len, wenn in Bezug auf die­se kon­kre­te Anhalts­punk­te für Beson­der­hei­ten vor­lie­gen oder das Tat­ge­richt ein Abwei­chen von der Regel­geld­bu­ße auf die wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se des Betrof­fe­nen stützt. Die Amts­auf­klä­rungs­pflicht des Tatrich­ters bezüg­lich der wirtschaftlichen

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Taschenrechner

Revi­si­ons­rück­nah­me vor Revi­si­ons­be­grün­dung – und die Rechts­an­walts­ver­gü­tung beim Nebenkläger

Nimmt der Ange­klag­te sei­ne Revi­si­on vor deren Begrün­dung zurück, steht dem Bei­stand des Neben­klä­gers kei­ne Gebühr für das Revi­si­ons­ver­fah­ren zu. Die Fra­ge, ob eine Ver­fah­rens­ge­bühr nach Nr. 4130 VV RVG bereits dann ent­stan­den ist, wenn ein Ver­fah­rens­be­tei­lig­ter gegen ein erst­in­stanz­li­ches Urteil nach § 333 StPO Revi­si­on ein­legt und die­se noch vor

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Unter­su­chungs­haft wäh­rend der Haupt­ver­hand­lung – und der drin­gen­de Tatverdacht

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung unter­liegt die Beur­tei­lung des drin­gen­den Tat­ver­dachts, die das Gericht wäh­rend lau­fen­der Haupt­ver­hand­lung vor­nimmt, im Haft­be­schwer­de­ver­fah­ren nur in ein­ge­schränk­tem Umfang der Nach­prü­fung durch das Beschwer­de­ge­richt. Allein das Gericht, vor dem die Beweis­auf­nah­me statt­fin­det, ist in der Lage, deren Ergeb­nis­se aus eige­ner Anschau­ung fest­zu­stel­len und zu wür­di­gen sowie auf

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Gefängnis

Haft­grund: Wie­der­ho­lungs­ge­fahr – und das Ruhen der Jah­res­frist bei lau­fen­der Hauptverhandlung

Nach der höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung ist aus ver­fas­sungs­recht­li­chen Grün­den eine restrik­ti­ve Aus­le­gung der Rege­lung des § 112a Abs. 1 S. 1 Nr. 2 StPO (Haft­grund der Wie­der­ho­lungs­ge­fahr) gebo­ten. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat aus dem Bedürf­nis, eine funk­ti­ons­fä­hi­ge Straf­rechts­pfle­ge zu gewähr­leis­ten und das über­grei­fen­de Inter­es­se der Rechts­ge­mein­schaft an wirk­sa­mer Ver­bre­chens­be­kämp­fung zu schüt­zen, neben den Haft­grün­den der

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Faustschlag

Der grup­pen­in­ter­ne Ehren­ko­dex – und das Mord­merk­mal der nied­ri­gen Beweggründe

Die bil­li­gend in Kauf genom­me­ne Aus­lö­schung des Lebens eines Zufalls­op­fers wegen der Ori­en­tie­rung an einem grup­pen­in­ter­nen „Ehren­ko­dex“, wonach jeder den jeweils ande­ren bei Aus­ein­an­der­set­zun­gen unter­stützt, ist kei­ne ver­ständ­li­che Reak­ti­on, son­dern eine beson­ders ver­ach­tens­wer­te Form der Gering­schät­zung des per­so­na­len Eigen­werts des Opfers. Dabei lässt die Tat nach­ge­ra­de eine Gesin­nung der Täter

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Landgericht Zwickau

Ver­stän­di­gung im Straf­ver­fah­ren – und die Aus­set­zung des Verfahrens

Wird das Ver­fah­ren, in dem es zu einer Ver­stän­di­gung gekom­men war, aus­ge­setzt, ent­fällt die Bin­dung des Gerichts an die Ver­stän­di­gung. Das aus der Aus­set­zung resul­tie­ren­de Ent­fal­len der Bin­dungs­wir­kung führt grund­sätz­lich zur Unver­wert­bar­keit des im Ver­trau­en auf den Bestand der Ver­stän­di­gung abge­ge­be­nen Geständ­nis­ses in der neu­en Haupt­ver­hand­lung. Eine Pflicht, den Angeklagten

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LG Bremen

Beschrän­kung der Beru­fung auf den Straf­aus­spruch – und die Fra­ge der gewerbs­mä­ßi­gen Begehung

Tat­sa­chen, die sich auf die gewerbs­mä­ßi­ge Bege­hung als Regel­bei­spiel i. S. d. § 263 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 Var. 1 StGB bezie­hen, betref­fen allein den Straf­aus­spruch; ist der Schuld­spruch infol­ge einer wirk­sa­men Beschrän­kung in Rechts­kraft erwach­sen, muss das Beru­fungs­ge­richt zur Gewerbs­mä­ßig­keit den­noch Fest­stel­lun­gen tref­fen. Der Straf­aus­spruch des Beru­fungs­ge­richts weist daher einen durchgreifenden

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Handdesinfektion

Wenn der Ver­tei­di­ger kei­ne Mas­ke tra­gen will…

Eine auf § 176 GVG gestütz­te Anord­nung, zum Schutz vor einer Covi­­d19-Infe­k­­ti­on in der Haupt­ver­hand­lung eine medi­zi­ni­sche Mas­ke zu tra­gen, ist regel­mä­ßig nicht zu bean­stan­den. Eine grund­lo­se Wei­ge­rung des Ver­tei­di­gers, die­ser Anord­nung zu fol­gen, kann eine Aus­set­zung des Ver­fah­rens und hier­nach eine Kos­ten­tra­gungs­pflicht nach § 145 Abs. 4 StPO zur Fol­ge haben.

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Agenda

Beschrän­kung der Beru­fung auf den Straf­aus­spruch – und die Tatzeit

Fest­stel­lun­gen zur Tat­zeit bezie­hen sich auf den Schuld­spruch; dem Beru­fungs­ge­richt ist die Ände­rung der Tat­zeit daher nicht gestat­tet, wenn das Rechts­mit­tel wirk­sam auf den Straf­aus­spruch beschränkt wur­de. Dem Beru­fungs­ge­richt ist ansons­ten ein Rechts­feh­ler unter­lau­fen, der zur Auf­he­bung der ent­spre­chen­den Fest­stel­lung zwingt, weil sie in Bezug auf die Tat eine Fest­stel­lung zur

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Frist zum Stel­len von Beweisanträgen

Bestimmt der Vor­sit­zen­de des Tat­ge­richts nach Abschluss der von Amts wegen vor­ge­se­he­nen Beweis­auf­nah­me eine ange­mes­se­ne Frist zum Stel­len von Beweis­an­trä­gen, steht einer Beschei­dung von nach deren Ablauf gestell­ten Beweis­an­trä­gen im Urteil nicht grund­sätz­lich ent­ge­gen, dass wie­der in die Beweis­auf­nah­me ein­ge­tre­ten wor­den ist. Dies gilt jedoch aus­nahms­wei­se nicht für sol­che Beweisanträge,

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DNA-Misch­spu­ren – und die Urteilsgründe

Die Dar­stel­lung der Ergeb­nis­se einer auf einer mole­ku­lar­ge­ne­ti­schen Ver­gleichs­un­ter­su­chung beru­hen­den Wahr­schein­lich­keits­be­rech­nung ist so aus­zu­ge­stal­ten, dass die Wahr­schein­lich­keits­be­rech­nung für das Revi­si­ons­ge­richt nach­voll­zieh­bar ist. Des­halb muss das Tat­ge­richt in den Urteils­grün­den mit­tei­len, wie vie­le Sys­te­me unter­sucht wur­den, ob und inwie­weit sich Über­ein­stim­mun­gen in den unter­such­ten Sys­te­men erga­ben, mit wel­cher „Wahr­schein­lich­keit“ die fest­ge­stell­te Merkmalskombination

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Baseballschläger

Meh­re­re (ver­such­te) Körperverletzungen

Wird die­sel­be Per­son durch meh­re­re Hand­lun­gen des Täters ver­letzt, han­delt es sich nur um eine Tat im Rechts­sin­ne, wenn die ein­zel­nen Akte – wie hier – in engem räum­li­chen und zeit­li­chen Zusam­men­hang ste­hen, ohne dass wesent­li­che Zäsu­ren ein­tre­ten, und mit der Mehr­heit der Hand­lun­gen das tat­be­stand­li­che Unrecht inten­si­viert wird. Die Vollendung

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LG Bremen

Vom Straf­ver­fah­ren zum Sicherungsverfahren

Im Siche­rungs­ver­fah­ren tritt an die Stel­le einer Ankla­ge­schrift die Antrags­schrift nach § 414 Abs. 2 StPO. Sie ist Pro­zess­vor­aus­set­zung, die nicht durch eine Ankla­ge­schrift ersetzt wer­den kann. Auf eine die Durch­füh­rung des Straf­ver­fah­rens bezwe­cken­de Ankla­ge­schrift darf das Haupt­ver­fah­ren im Siche­rungs­ver­fah­ren nicht eröff­net wer­den, weil das Eröff­nungs­ge­richt damit in unzu­läs­si­ger Wei­se in das

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Cannabis

Die Unter­brin­gung in einer Ent­zie­hungs­an­stalt – und die Urteilsgründe

Die Unter­brin­gung des Ange­klag­ten in einer Ent­zie­hungs­an­stalt nach § 64 StGB kann kei­nen Bestand haben, wenn das Land­ge­richt sei­ne Ent­schei­dung im Hin­blick auf die hin­rei­chend kon­kre­te Erfolgs­aus­sicht einer The­ra­pie nicht in der gebo­te­nen Wei­se nach­voll­zieh­bar dar­stellt. So hat sich das Land­ge­richt im hier ent­schie­de­nen Fall mit etli­chen Risi­ko­fak­to­ren in der

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Alkohol

Abschie­bung statt Entziehungsanstalt

Die Anord­nung der Unter­brin­gung in einer Ent­zie­hungs­an­stallt nach § 64 StGB begrün­det kei­nen Anspruch des Ange­klag­ten auf eine Dul­dung nach § 60a Abs. 2 Auf­en­thG. Nach § 60a Abs. 2 Satz 1 Auf­en­thG ist die Abschie­bung eines Aus­län­ders aus­zu­set­zen, solan­ge die Abschie­bung aus tat­säch­li­chen oder recht­li­chen Grün­den unmög­lich ist. Die Anord­nung der Unter­brin­gung im

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Der Dea­ler und die Schuss­waf­fe im Waschtisch

Gemäß Anla­ge 1 Abschnitt 2 Nr. 2 zu § 1 Abs. 4 WaffG besitzt eine Waf­fe oder Muni­ti­on, wer die tat­säch­li­che Gewalt dar­über aus­übt. Der Besitz im waf­fen­recht­li­chen Sinn ent­spricht daher grund­sätz­lich dem unmit­tel­ba­ren Besitz des § 854 BGB. Neben der objek­ti­ven Sach­herr­schaft ist ein Herr­schafts­wil­le und somit die Kennt­nis vom Ent­ste­hen der (objek­ti­ven) Sach­herr­schaft erforderlich.

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LG Bremen

Zurück­ver­wei­sung durch das Revi­si­ons­ge­richt – und die inner­pro­zes­sua­le Bindungswirkung

Hebt das Revi­si­ons­ge­richt ein Urteil auf, erhält es die Fest­stel­lun­gen aber in Anwen­dung des § 353 Abs. 2 StPO auf­recht, weil die­se nicht von dem Rechts­feh­ler betrof­fen sind, ist das Tat­ge­richt im wei­te­ren Ver­fah­ren an die­se Fest­stel­lun­gen gebun­den. Er darf sie zwar noch ergän­zen; die ergän­zen­den Fest­stel­lun­gen dür­fen den bin­dend gewordenen

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Der Dea­ler – und sei­ne unge­la­de­ne Schusswaffe

Bewaff­ne­tes Han­del­trei­ben liegt nicht vor, wenn es zwar für einen Waf­fen­ex­per­ten mög­lich gewe­sen wäre, die unge­la­de­ne Schuss­waf­fe bin­nen vier­zehn Sekun­den ab dem Betre­ten des Zim­mers gebrauchs­be­reit zu machen, der waf­fen­un­kun­di­ge Dea­ler – als Täter des Han­del­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln – dafür hin­ge­gen meh­re­re Minu­ten benö­tigt hät­te. In einem sol­chen Fall ist es

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Wegweiser Justizbehörden Frankfurt am Main

„Schwuch­tel“ als Formalbeleidigung

Die Bezeich­nung eines Man­nes als „Schwuch­tel“ und „Pus­sy“ ist als Belei­di­gung nach § 185 StGB straf­bar. In dem vom Amts­ge­richt Frank­furt am Main ent­schie­de­nen Fall kam es zwi­schen dem Ange­klag­ten und dem Geschä­dig­ten zum Streit über die Lie­fe­rung und Man­gel­frei­heit einer vom Ange­klag­ten online ver­kauf­ten Uhr. Als der Geschä­dig­te eine

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Ver­rin­ge­rung der Ein­zie­hung durch das Revi­si­ons­ge­richt – und die Kostenentscheidung

Zur Kos­ten­ent­schei­dung bei Ver­rin­ge­rung der Ein­zie­hung durch das Revi­si­ons­ge­richt hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof geäu­ßert: Die Ent­schei­dung über die allein die Ein­zie­hung betref­fen­den zusätz­li­chen und damit ohne Wei­te­res aus­scheid­ba­ren Kos­ten des Ver­fah­rens und not­wen­di­gen Aus­la­gen (ins­be­son­de­re Ver­tei­di­ger­ge­büh­ren) nach Bruch­tei­len beruht auf § 473 Abs. 4 Satz 1, 2 StPO, soweit es das

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Personalausweis

Urkun­den­fäl­schung – und die mehr­fach gebrauch­te Urkunde

Wird eine Urkun­de mehr­fach gebraucht, steht jeder die­ser Fäl­le grund­sätz­lich im Ver­hält­nis der Tat­mehr­heit. Aan­de­res kann nur gel­ten, wenn die spä­te­re Ver­wen­dung des Fal­si­fi­kats schon beim Fäl­schen ganz kon­kret und nicht nur in all­ge­mei­nen Umris­sen geplant war. So gab es in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall ledig­lich die allgemeine

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