Pfef­fer­spray – ein erlaub­tes Mit­tel zur Ver­tei­di­gung?

Das deut­sche Gesetz ist sehr viel­sei­tig und oft nicht gut zu durch­schau­en. Den­noch ist es natür­lich da, um das Leben der Men­schen im geschäft­li­chen, aber natür­lich auch im pri­va­ten Bereich durch bestimm­te Vor­schrif­ten zu regeln und somit ein ver­nünf­ti­ges Mit­ein­an­der zu ermög­li­chen. Den­noch kommt es natür­lich immer wie­der vor, dass man­che Men­schen sich vom Gesetz ent­fer­nen und sich zum Bei­spiel durch Über­fäl­le und Dieb­stahl frem­des Eigen­tum aneig­nen oder ein­fach nur dar­auf aus sind, Per­so­nen anzu­grei­fen und zu ver­let­zen oder auch grö­ße­ren Scha­den anzu­tun.

Pfef­fer­spray – ein erlaub­tes Mit­tel zur Ver­tei­di­gung?

Aus Angst vor sol­chen Über­grif­fen ver­sor­gen sich immer mehr Leu­te mit ver­schie­de­nen Mit­teln der Ver­tei­di­gung. Ein Mit­tel, was dabei oft im Mit­tel­punkt des Inter­es­ses aber auch gesetz­li­cher Dis­kus­sio­nen steht, ist das soge­nann­te Pfef­fer­spray. Bei zahl­rei­chen Geset­zen in und für ganz Euro­pa gibt es hier­für vie­le unter­schied­li­che Rege­lun­gen.

Pfefferspray - ein erlaubtes Mittel zur Verteidigung?

Bedin­gun­gen für den erlaub­ten Besitz von Pfef­fer­spray in Deutsch­land

Grund­sätz­lich kann gesagt wer­den, dass das Pfef­fer­spray legal in Deutsch­land zu ver­wen­den ist. Dabei müs­sen aber ver­schie­de­ne Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sein. Wich­tig ist dabei die beab­sich­tig­te Ver­wen­dung des Pfef­fer­sprays. Hier ist immer wich­tig, dass man nie­mals den Gedan­ken pflegt, das Spray gegen Men­schen ein­set­zen zu wol­len. Pfef­fer­spray darf nur in Besitz genom­men wer­den, wenn es das ursprüng­li­che Ziel ist, sich unter­wegs gegen Angrif­fe von wild gewor­de­nen Tie­ren zu schütz­ten. Aus die­sem vor­ge­schrie­be­nen Bereit­hal­te­grund ent­steht auch die zwei­te Vor­aus­set­zung, die für ein erlaub­tes Pfef­fer­spray erfüllt sein muss. Die­se Vor­aus­set­zung bezieht sich dabei auf die rich­ti­ge Kenn­zeich­nung, durch die das Pfef­fer­spray deut­lich als Tier­ab­wehr­spray kennt­lich gemacht wer­den muss. Das kann in Form eines Eti­ketts oder eines auf­ge­druck­ten bezie­hungs­wei­se ein­ge­stanz­ten Ver­merk erfol­gen. Dabei ist es uner­heb­lich, ob für die Bezeich­nung nun Begrif­fe Tier­ab­wehr­spray, Hun­de­ab­wehr­spray, Tier­ab­wehr­ge­rät oder Spray zur Tier­ab­wehr gewählt wer­den. Die Haupt­sa­che ist, dass deut­lich wird, dass es sich um ei Mit­tel gegen Tie­re han­delt, weil es ansons­ten in Deutsch­land unter das Waf­fen­ge­setz fällt und Besitz, Ver­kauf, Erwerb und Mit­füh­rung ille­gal wären.

Ein­satz gegen Men­schen immer straf­bar?

Gera­de in den Zei­ten, wo man immer häu­fi­ger von tät­li­chen Über­grif­fen auf Men­schen von Men­schen hört, stellt sich natür­lich schnell die Fra­ge, ob man die­ses nur für den Ein­satz gegen Tie­re erlaub­te Mit­tel nicht auch als Selbst­ver­tei­di­gung ein­set­zen darf. Wich­tig ist erst ein­mal, dass man – wie oben erwähnt – das Spray nicht aus die­sem Grund mit sich führt. Soll­te es aber zu einem tät­li­chen Angriff oder einer ande­ren Bedro­hung kom­men, darf man das Spray durch­aus zur Not­wehr oder Not­hil­fe ein­set­zen, aber nur dann, wenn kein alter­na­ti­ves Mit­tel zur Ver­tei­di­gung zur Ver­fü­gung steht.