Pipe­ra­zin-Deri­va­te – und die nicht gerin­ge Men­ge

Der Grenz­wert der nicht gerin­gen Men­ge (§ 29a Abs. 1 Nr. 2, § 30 Abs. 1 Nr. 4 BtMG) für die bei­den Pipe­ra­zin-Deri­va­te, Trifluor­me­thyl­phe­nyl­pi­pe­ra­zin-Hydro­chlo­rid (TFMMP) und Ben­zyl­pi­pe­ra­zin-Hydro­chlo­rid (BZP), ist auf 37, 5 g der jewei­li­gen Base fest­zu­set­zen.

Pipe­ra­zin-Deri­va­te – und die nicht gerin­ge Men­ge

Da sich aus­weis­lich der ein­ge­hol­ten Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten eine äußerst gefähr­li­che oder gar töd­li­che Dosis bei­der betrof­fe­ner Betäu­bungs­mit­tel nicht fest­stel­len ließ, durf­ten die Grenz­wer­te anhand eines Viel­fa­chen der durch­schnitt­li­chen Kon­sum­ein­heit eines nicht an den Kon­sum der Dro­ge gewöhn­ten Kon­su­men­ten fest­ge­legt wer­den 1. Die von den Sach­ver­stän­di­gen für die Bestim­mung der Kon­sum­ein­heit her­an­ge­zo­ge­nen Erfah­rungs­be­rich­te von Kon­su­men­ten der Stof­fe über deren Wir­kungs­wei­se bil­den beweis­wür­di­gend eine trag­fä­hi­ge Grund­la­ge der Grenz­wert­be­stim­mung anhand des genann­ten Kri­te­ri­ums.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Febru­ar 2018 – 1 StR 647/​17

  1. zum Maß­stab sie­he nur BGH, Urteil vom 14.01.2015 – 1 StR 302/​13, BGHSt 60, 134, 136 f. Rn. 35 mwN[]