Raub mit Reiz­gas

CS-Reiz­gas­spray ist ein "ande­res gefähr­li­ches Werk­zeug" im Sin­ne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 Alt. 2 StGB.

Raub mit Reiz­gas

Wer sei­nem Opfer die Bril­le her­un­ter­schlägt, ihr dann Reiz­gas aus der mit­ge­führ­ten CS-Reiz­gas­spray­do­se aus kur­zer Ent­fer­nung direkt in die Augen sprüht und ihre Hand­ta­sche und ihr Smart-Pho­ne an sich nimmt, macht sich daher wegen beson­ders schwe­ren Rau­bes (§ 250 Abs. 2 Nr. 1 Alt. 2 StGB) in Tat­ein­heit mit gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung (§ 224 Abs. 1 Nr. 2 Alt. 2 StGB) straf­bar.

Der Ange­klag­te hat damit bei der Tat ein gefähr­li­ches Werk­zeug im Sin­ne von § 250 Abs. 2 Nr. 1 Alt. 2 StGB (und zugleich auch von § 224 Abs. 1 Nr. 2 Alt. 2 StGB) ver­wen­det; das CS-Reiz­gas­spray 1, war nach der Art sei­ner Ver­wen­dung geeig­net, erheb­li­che Ver­let­zun­gen zu ver­ur­sa­chen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Janu­ar 2017 – 1 StR 664/​16

  1. vgl. Anla­ge 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG Abschnitt 2 Unter­ab­schnitt 2 Nr. 1.3, Nr. 7.2 Unter­ab­schnitt Nr. 3.1[]