Raub oder räu­be­ri­scher Dieb­stahl?

Zwi­schen den Tat­be­stän­den des § 249 StGB und des § 252 StGB besteht zwar Geset­zes­ein­heit in der Wei­se, dass § 249 StGB grund­sätz­lich § 252 StGB ver­drängt.

Raub oder räu­be­ri­scher Dieb­stahl?

Anders ist es aller­dings, wenn die Nöti­gungs­hand­lung in der Been­di­gungs­pha­se schwe­rer wiegt, weil erst nach der Voll­endung der Weg­nah­me ein Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stand der §§ 250 oder 251 StGB ver­wirk­licht wur­de.

In die­sem Fall ver­drängt der zur Siche­rung der Beu­te aus dem vor­her­ge­hen­den Raub began­ge­ne beson­ders schwe­re räu­be­ri­sche Dieb­stahl den Tat­be­stand des § 249 StGB 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Okto­ber 2015 – 5 StR 385/​15

  1. vgl. BGH aaO; Urteil vom 18.04.2002 – 3 StR 52/​02, NStZ 2002, 542 Rn. 6, BGHR StGB § 249 Abs. 1 Kon­kur­ren­zen 4 und § 252 Kon­kur­ren­zen 1[]