Raub – und die finale Verknüpfung zwischen Gewalt und Wegnahme

17. August 2015 | Strafrecht
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Nach ständiger Rechtsprechung muss zwischen der Drohung oder dem Einsatz von Gewalt und der Wegnahme beim Raub eine finale Verknüpfung bestehen; Gewalt oder Drohung müssen das Mittel zur Ermöglichung der Wegnahme sein.

An einer solchen Verknüpfung fehlt es, wenn eine Nötigungshandlung nicht zum Zwecke der Wegnahme vorgenommen wird, sondern der Täter den Entschluss zur Wegnahme erst nach Abschluss dieser Handlung fasst1.

Allein der Umstand, dass die Wirkungen eines ohne Wegnahmeabsicht eingesetzten Nötigungsmittels noch andauern und der Täter dies ausnutzt, genügt für die Annahme eines Raubes nicht2.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 2. Juli 2015 – 2 StR 134/15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 18.02.2014 – 5 StR 41/14, NStZ 2015, 156, 157; Beschluss vom 21.10.2014 – 4 StR 363/14; Fischer, StGB, 62. Aufl., § 249 Rn. 6 ff. jeweils mwN
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 18.02.2014 – 5 StR 41/14, NStZ 2015, 156, 157 mwN

 
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