Rausch­gift­han­del auf Kom­mis­si­on – und die Fra­ge der natür­li­chen Hand­lungs­ein­heit

Auf­grund des Umstands, dass der Dea­ler jeweils die vor­aus­ge­gan­ge­ne Lie­fe­rung anläss­lich der nächs­ten bezahl­te, kann nicht in jedem Fall dar­auf erkannt wer­den, dass der Tat­be­stand des Han­del­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge nur ein ein­zi­ges Mal ver­wirk­licht sei.

Rausch­gift­han­del auf Kom­mis­si­on – und die Fra­ge der natür­li­chen Hand­lungs­ein­heit

Viel­mehr gilt, dass die Bezah­lung zuvor "auf Kom­mis­si­on" erhal­te­ner Rausch­gift­men­gen aus Anlass der Über­nah­me wei­te­rer Rausch­gift­men­gen die Umsatz­ge­schäf­te zu einer ein­heit­li­chen Tat im Sin­ne einer natür­li­chen Hand­lungs­ein­heit ver­bin­det; die Geschäf­te bil­den hin­ge­gen kei­ne Bewer­tungs­ein­heit1.

Das bedeu­tet, dass in die­sen Fäl­len die Tat­be­stän­de des Han­del­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln (in nicht gerin­ger Men­ge) in der jewei­li­gen Anzahl der Ein­zel­ge­schäf­te tat­ein­heit­lich ver­wirk­licht sind.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Juli 2018 – 3 StR 88/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 10.07.2017 – GSSt 4/​17 28 ff. []