Revi­si­on des Ange­klag­ten – Kos­ten­be­schwer­de der Neben­klä­ge­rin

Der Bun­des­ge­richts­hof ist für die Ent­schei­dung über die sofor­ti­ge Beschwer­de der Neben­klä­ge­rin wegen einer unter­blie­be­nen Ent­schei­dung über ihre not­wen­di­gen Aus­la­gen nicht zustän­dig.

Revi­si­on des Ange­klag­ten – Kos­ten­be­schwer­de der Neben­klä­ge­rin

Eine Zustän­dig­keit des Revi­si­ons­ge­richts für die Ent­schei­dung über die sofor­ti­ge Beschwer­de gegen die Kos­ten­ent­schei­dung nach § 464 Abs. 3 Satz 3 StPO besteht nur, wenn es zugleich über eine vom Beschwer­de­füh­rer ein­ge­leg­te Revi­si­on zu ent­schei­den hat, weil nur in die­sem Fall der erfor­der­li­che enge Zusam­men­hang zwi­schen bei­den Rechts­mit­teln besteht 1.

Hat – wie hier – nur der Ange­klag­te Revi­si­on, die Neben­klä­ge­rin aber nur Kos­ten­be­schwer­de ein­ge­legt, so ent­schei­det über die Beschwer­de das Beschwer­de­ge­richt 2. Das ist hier das Ober­lan­des­ge­richt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Janu­ar 2018 – 2 StR 535/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 21.02.2017 – 2 StR 431/​16, Stra­Fo 2017, 130 f.; BGH, Beschluss vom 09.03.1990 – 5 StR 73/​90, BGHR StPO § 464 Abs. 3 Zustän­dig­keit 3[]
  2. BGH, aaO; BGH, Beschluss vom 05.12 1996 – 4 StR 567/​96, NStZ-RR 1997, 238[]