Revision – und der Wunsch nach einem neuen Pflichtverteidiger

Für den beim Landgericht eingegangenen Antrag, dem Angeklagten einen anderen Rechtsanwalt als den bisherigen Verteidiger als Pflichtverteidiger beizuordnen, ist – anders als für die Wahrneh- mung der Revisionshauptverhandlung1 – der Vorsitzende des Gerichts, dessen Urteil angefochten worden ist, zuständig2.

Revision – und der Wunsch nach einem neuen Pflichtverteidiger

Eines Zuwartens mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs über die Revision bedarft es nicht, wenn der (bisherige) Rechtsanwalt als Wahlverteidiger des Angeklagten die Revision umfassend begründet hat3.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 21. November 2017 – 1 StR 450/17

  1. vgl. KK-StPO/Gericke, 7. Aufl., StPO, § 350 Rn. 11 mwN []
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 10.03.2005 – 4 StR 506/04, NStZ-RR 2005, 240; Schmitt in Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 60. Aufl., § 141 Rn. 6 mwN []
  3. BGH, Beschluss vom 26.08.2008 – 4 StR 373/08, NStZ 2009, 29 []