Rote Kenn­zei­chen – und ihre unbe­rech­tig­te Nut­zung

Es stellt kei­ne Urkun­den­fäl­schung dar, wenn am Fahr­zeug ledig­lich ein Über­füh­rungs­kenn­zei­chen ("rotes Num­mern­schild") ange­bracht wur­de.

Rote Kenn­zei­chen – und ihre unbe­rech­tig­te Nut­zung

Selbst bei einer – nach § 16 Abs. 5 Satz 2 FZV nicht vor­ge­schrie­be­nen – fes­ten Ver­bin­dung mit einem sol­chen Kenn­zei­chen stellt das Fahr­zeug kei­ne (zusam­men­ge­setz­te) Urkun­de dar 1.

Statt­des­sen wur­de nur ein Kenn­zei­chen­miss­brauch (§ 22 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 StVG) ver­wirk­licht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. Febru­ar 2017 – 4 StR 629/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 14.05.1987 – 4 StR 49/​87, BGHSt 34, 375, 376 [noch zu § 28 StVZO]; Beschluss vom 11.02.2014 – 4 StR 437/​13, Rn. 15[]