Rück­tritt eines Mit­tä­ters

Bei der Tat­be­tei­li­gung meh­re­rer wer­den gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 StGB wegen Ver­suchs die­je­ni­gen Betei­lig­ten nicht bestraft, die frei­wil­lig die Tat­voll­endung ver­hin­dern.

Rück­tritt eines Mit­tä­ters

Zwar wirkt der Rück­tritt eines Mit­tä­ters nicht ohne Wei­te­res zuguns­ten der ande­ren Betei­lig­ten; es kann hier­für jedoch genü­gen, wenn die­se im Fal­le eines unbe­en­de­ten Ver­suchs ein­ver­nehm­lich nicht mehr wei­ter han­deln, obwohl sie dies könn­ten 1.

Dies gilt nicht nur bei mit­tä­ter­schaft­li­chem Zusam­men­wir­ken, son­dern auch im Ver­hält­nis von Täter und Gehil­fe 2.

Im Fal­le einer ver­such­ten räu­be­ri­schen Erpres­sung ist es daher aus­rei­chend, wenn frei­wil­lig davon abge­se­hen wird, das Nöti­gungs- bzw. Erpres­sungs­ziel wei­ter mit den tat­be­stand­li­chen Nöti­gungs­mit­teln zu ver­fol­gen.

Nicht erfor­der­lich ist hin­ge­gen ein voll­stän­di­ger Ver­zicht auf die Her­bei­füh­rung des ange­streb­ten Nöti­gungs- bzw. Erpres­sungs­er­folgs, also ein Ver­zicht auf die Hand­lung, Dul­dung oder Unter­las­sung, die zu einem Ver­mö­gens­nach­teil führt 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. April 2017 – 4 StR 244/​16

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 14.05.1996 – 1 StR 51/​96, BGHSt 42, 158, 162; Beschluss vom 17.01.2013 – 2 StR 396/​12, NStZ 2013, 521; Beschluss vom 22.04.2015 – 2 StR 383/​14, StV 2015, 687; vgl. auch SSW-StG­B/Kud­li­ch/­Sch­uhr, 3. Aufl., § 24 Rn. 59[]
  2. BGH, Beschluss vom 26.09.2006 – 4 StR 347/​06, NStZ 2007, 91 f.[]
  3. BGH, Beschluss vom 17.01.2013 aaO[]