Rücktritt – und der fehlgeschlagene Versuch

Ein Rücktritt ist für Mittäter durch bloßes Aufgeben der weiteren Tatausführung möglich, wenn kein fehlgeschlagener Versuch vorliegt.

Rücktritt – und der fehlgeschlagene Versuch

Ein Versuch ist fehlgeschlagen, wenn der Täter nach der letzten Tathandlung erkennt, dass mit den bereits eingesetzten oder den ihm sonst zur Verfügung stehenden Mitteln der erstrebte Taterfolg nicht mehr herbeigeführt werden kann, ohne dass er eine neue Handlungs- und Kausalkette in Gang setzt.

Die subjektive Sicht des Täters ist auch dann maßgeblich, wenn der Versuch zwar objektiv fehlgeschlagen ist, der Täter dies aber nicht erkennt1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 29. September 2015 – 2 StR 309/15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 27.11.2014 – 3 StR 458/14, NStZ-RR 2015, 105 []