Rück­tritt vom Ver­such – und sei­ne Frei­wil­lig­keit

Der Annah­me von Frei­wil­lig­keit im Sin­ne des § 24 Abs. 1 StGB steht es nicht von vorn­her­ein ent­ge­gen, dass der Anstoß zum Umden­ken von außen kommt oder die Abstand­nah­me von der Tat erst nach dem Ein­wir­ken eines Drit­ten erfolgt.

Rück­tritt vom Ver­such – und sei­ne Frei­wil­lig­keit

Ent­schei­dend ist viel­mehr, dass der Täter die Tat­voll­endung aus selbst­ge­setz­ten Moti­ven nicht mehr errei­chen will und dem­entspre­chend "Herr sei­ner Ent­schlüs­se" geblie­ben ist 1.

Die Ver­stän­di­gung der Poli­zei und die Kennt­nis des Ange­klag­ten davon recht­fer­ti­gen für sich genom­men weder die Annah­me eines fehl­ge­schla­ge­nen Ver­suchs, noch ste­hen sie grund­sätz­lich einer Frei­wil­lig­keit im Sin­ne des § 24 Abs. 1 Satz 1 StGB ent­ge­gen, da ein Täter in der Zeit bis zum Ein­tref­fen der­sel­ben grund­sätz­lich noch unge­hin­dert wei­te­re Aus­füh­rungs­hand­lun­gen vor­neh­men kann, ohne dass damit für ihn eine beträcht­li­che Risi­ko­er­hö­hung ver­bun­den sein muss 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. März 2018 – 1 StR 83/​18

  1. BGH, Beschlüs­se vom 24.10.2017 – 1 StR 393/​17; und vom 03.04.2014 – 2 StR 643/​13, NStZ-RR 2014, 241 mwN[]
  2. vgl. auch BGH, Beschluss vom 24.10.2017 – 1 StR 393/​17; zu einer beträcht­li­chen Risi­ko­er­hö­hung BGH, Urteil vom 15.09.2005 – 4 StR 216/​05, NStZ-RR 2006, 168, [169]; Beschluss vom 19.12 2006 – 4 StR 537/​06, NStZ 2007, 265, [266][]