Rück­tritt vom unbe­en­de­ten Ver­such – nach Ziel­er­rei­chung

Ein frei­wil­li­ger Rück­tritt vom unbe­en­de­ten und nicht fehl­ge­schla­ge­nen Ver­such schei­det nicht des­we­gen aus, weil der Ange­klag­te sein außer­tat­be­stand­li­ches Hand­lungs­ziel (hier: sei­ne Flucht unge­hin­dert fort­set­zen zu kön­nen) erreicht hat.

Rück­tritt vom unbe­en­de­ten Ver­such – nach Ziel­er­rei­chung

Der Umstand, dass ein Täter sein außer­tat­be­stand­li­ches Hand­lungs­ziel erreicht hat, schließt einen (frei­wil­li­gen) Rück­tritt vom unbe­en­de­ten Ver­such nicht aus [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. März 2018 – 2 StR 353/​17

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 19.05.1993 – GSSt 1/​93, BGHSt 39, 221; Beschlüs­se vom 20.09.2012 – 3 StR 367/​12, NStZ-RR 2013, 105; und vom 20.11.2013 – 3 StR 325/​13, NStZ-RR 2014, 105[]