Rück­tritt vom been­de­ten Ver­such – unter Mit­hil­fe Drit­ter

Der Täter kann für das gemäß § 24 Abs. 1 Satz 1 2. Alt. StGB von ihm zur Annah­me eines straf­be­frei­en­den Rück­tritts vom been­de­ten Ver­such gefor­der­te Ingang­set­zen einer neu­en Kau­sal­ket­te, die für die Nicht­voll­endung der Tat ursäch­lich, oder jeden­falls mit­ur­säch­lich wird, auch Drit­te hin­zu­zie­hen 1.

Rück­tritt vom been­de­ten Ver­such – unter Mit­hil­fe Drit­ter

Dass dane­ben ande­re; vom Wil­len des Täters unab­hän­gi­ge Umstän­de zur Ver­hin­de­rung der Tat­voll­endung bei­tra­gen, steht einem straf­be­frei­en­den Rück­tritt eben­so wenig ent­ge­gen wie die Mög­lich­keit, etwas ande­res oder mehr zu tun, um die Voll­endung der Tat mit grö­ße­rer Sicher­heit zu ver­hin­dern 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Sep­tem­ber 2018 – 2 StR 113/​18

  1. BGH, Urteil vom 22.08.1985 – 4 StR 326/​85, BGHSt 33, 295 (302); Beschluss vom 25.02.1997 – 4 StR 49/​97, NStZ-RR 1997, 193; Urteil vom 13.03.2008 – 4 StR 610/​07, NStZ 2008, 508, 509[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 07.11.1984 – 2 StR 521/​84, NJW 1985, 813, 814; BGH, Beschluss vom 09.12 1998 – 5 StR 584/​98, NStZ 1999, 128[]