Rück­tritt vom unbe­en­de­ten Ver­such – und das erwar­te­te Ein­tref­fen der Poli­zei

Zwar kann das befürch­te­te als­bal­di­ge Ein­tref­fen der Poli­zei bei einem unbe­en­de­ten Ver­such die Frei­wil­lig­keit des Rück­tritts aus­schlie­ßen [1].

Rück­tritt vom unbe­en­de­ten Ver­such – und das erwar­te­te Ein­tref­fen der Poli­zei

Unfrei­wil­lig ist aber auch in sol­chen Fäl­len das Nicht-Wei­ter­han­deln nur dann, wenn der Täter sich auf Grund äuße­rer Zwän­ge oder psy­chi­scher Hem­mun­gen zur Tat­voll­endung nicht mehr in der Lage gese­hen hat [2].

Dies setzt vor­aus, dass der Täter die­ses „Hin­der­nis“ wahr­nimmt und es sei­ne Wil­lens­ent­schlie­ßung zumin­dest mit­be­stimmt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. Janu­ar 2015 – 4 StR 574/​14

  1. vgl. BGH, Urteil vom 08.02.2007 – 3 StR 470/​06, NStZ 2007, 399, 400; Beschlüs­se vom 20.11.2013 – 3 StR 325/​13, NStZ 2014, 202; vom 26.02.2014 – 4 StR 40/​14, NStZ-RR 2014, 171, 172[]
  2. BGH, Beschluss vom 26.02.2014 – 4 StR 40/​14, NStZ-RR 2014, 171, 172; vgl. auch BGH, Beschluss vom 10.07.2013 – 2 StR 289/​13, StV 2014, 336, jeweils mwN[]