Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten zum Nach­weis einer bereits fal­si­fi­zier­ten Tat­sa­che

Nach § 244 Abs. 4 Satz 2 StPO kann die Anhö­rung eines wei­te­ren Sach­ver­stän­di­gen auch dann abge­lehnt wer­den, wenn durch das frü­he­re Gut­ach­ten das Gegen­teil der behaup­te­ten Tat­sa­che bereits erwie­sen ist.

Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten zum Nach­weis einer bereits fal­si­fi­zier­ten Tat­sa­che

Dies gilt nicht, wenn die Sach­kun­de des frü­he­ren Gut­ach­ters zwei­fel­haft ist, wenn sein Gut­ach­ten von unzu­tref­fen­den tat­säch­li­chen Vor­aus­set­zun­gen aus­geht, wenn das Gut­ach­ten Wider­sprü­che ent­hält oder wenn der neue Sach­ver­stän­di­ge über For­schungs­mit­tel ver­fügt, die denen eines frü­he­ren Gut­ach­ters über­le­gen erschei­nen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Juli 2017 – 1 StR 408/​16